Die nächste Lücke wird geschlossen

Die nächste Lücke wird geschlossen

Grünes Licht für ein weiteres Teilstück: In seiner jüngsten Sitzung hat der Verbandsgemeinderat Südeifel einstimmig den Ausbau des Enzradwegs von Enzen bis Schankweiler beschlossen. Insgesamt wird der Ausbau rund 650 000 Euro kosten.

Enzen/Schankweiler. Da waren sich alle einig: Die Ratsmitglieder der Verbandsgemeinde (VG) Südeifel haben für den Ausbau des Enzradwegs zwischen Enzen und Schankweiler alle die Hand gehoben. Insgesamt wird die Fertigstellung des rund vier Kilometer langen Teilstücks, das sowohl durch die VG Südeifel als auch durch die VG Bitburger Land läuft, rund 650 000 Euro kosten. Die Förderzusage aus Mainz steht, rund 450 000 Euro übernimmt das Land (der TV berichtete). "Die Ausschreibungen laufen schon", teilt Wolfgang Klaas von der VG-Verwaltung Bitburger Land mit.
Der Ausbau wird eine Gemeinschaftsaktion der Verbandsgemeinden Südeifel und Bitburger Land. "Der Weg läuft auf bestehenden Wirtschaftswegen, die zum Teil schon asphaltiert sind", sagt Lorenz Bermes, Sachgebietsleiter Bauen bei der VG Südeifel. Nur auf einer Strecke von 820 Metern, wo bislang lediglich ein Feldweg ist, muss voll ausgebaut werden. Er rechnet damit, dass noch in diesem Jahr die Bauarbeiten beginnen, sodass die neue Strecke bis zur nächsten Saison fertig ist.
Storch muss geschützt werden


Während es zwischen Enzen und Schankweiler im kommenden Jahr für die Radfahrer komfortabel wird, gibt es an anderer Stelle noch ungelöste Probleme. So ist noch immer offen, wie die Trasse von Schankweiler nach Holsthum verlaufen soll. "Da wollte man gerne mit dem Weg an der Enz vorbei, doch das Aufkommen schützenswerter Vögel verbietet an dieser Stelle den Ausbau", erklärt Bermes. Da dort Rotmilane, Mäusebussarde und Neuntöter brüten und außerdem noch der auf der Roten Liste stehende Schwarzstorch sein Futter sucht, hat die Naturschutzbehörde die Genehmigung verweigert. Eine Alternative ist noch nicht gefunden. Die Ortsgemeinden seien sich noch nicht einig, sagt Bermes. Ebenfalls erst in der Vorbereitung ist ein Planfeststellungsverfahren für den Bereich Daudistel, zwischen Neuerburg und Sinspelt. Dort gibt es ein Brückenproblem. "Die Topografie an dieser Stelle ist schwierig. Die Enz müsste an dieser Stelle quasi zerlegt und verlagert werden", sagt Bermes. Da zu diesem Vorgang viele unterschiedliche Behörden gehört werden müssen, verzögert sich die Planung.
Erschwerend hinzu kommt, dass die Stützmauern der L 4, über die später auch der Radweg laufen wird, in einem Aufwasch mit saniert werden müssten. Die geschätzten Kosten für die Gesamtaktion lägen laut Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein bei rund zwei Millionen Euro.

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