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Die Ortsdurchfahrt in Schönecken ist saniert.

Archiv : Die Ortsdurchfahrt in Schönecken ist saniert

Die Ortsdurchfahrt in Schönecken ist saniert. Viele Hausbesitzer nutzten die Gelegenheit und ließen während der einjährigen Sperrung ihre Fassaden sanieren. Nächste Woche wird die Straße für den Durchgangsverkehr wieder freigegeben.

Die Ortsdurchfahrt in Schönecken ist saniert.
Foto: Frank Auffenberg (aff) ("TV-Upload Auffenberg"

Schönecken. Hinauf auf den Hügel, hinunter ins Tal, rauf auf den nächsten Berg, vorbei an Winringen, Niederlauch, Ellwerath und ab nach Niederprüm: Wer aus Richtung Süden über Schönecken die Abteistadt erreichen wollte, musste im vergangenen Jahr Geduld aufbringen - die L 5 war bis auf eine kurze Unterbrechung zum Jahreswechsel durchgehend gesperrt (der TV berichtete). Jetzt endlich die Erleichterung: das Ende ist in Sicht. Die letzte Hürde wurde mit dem Neubau der Nimsbrücke im Norden des Fleckens genommen. Auf mehr als 500 Metern wurde schließlich vergangene Woche eine neue Asphaltdecke aufgetragen. Noch weisen Schilder darauf hin, dass nur Anlieger bis zur Baustelle fahren dürfen, doch spätestens am Freitag, 15. Juli, sollen die Barrieren abgebaut und die Ortsdurchfahrt durchgehend passierbar sein.
"Eine Erleichterung nicht nur für uns, sondern auch für die Bewohner von Winringen und Niederlauch, wo jetzt ein Jahr lang die Umleitung herführte", sagt Schöneckens Ortsbürgermeister Matthias Antony. Ein Jahr Vollsperrung, mindestens 650 000 Euro Baukosten und ziemlich viel Unmut sowohl bei Autofahrern als auch den Anwohnern der als Schleichweg genutzten Nebenstraßen. Hat sich der ganze Ärger denn gelohnt? Das Urteil des Ortsbürgermeisters Matthias Antony fällt deutlich aus: "Definitiv! Nicht allein, dass die Straße nun wieder richtig befahrbar ist, zusätzlich wurde die Erneuerung der Fahrbahndecke bis zum Busbahnhof ausgeweitet, und der Effekt, an den ich immer glaubte, ist eingetreten", sagt er. Gemeint ist die Hoffnung, dass, wenn die Straße erstmal wieder schmuck und schön ist, sich auch mancher Anwohner dazu durchringen wird, sein Haus auf Vordermann zu bringen. "Die Bemühungen der letzten sieben Jahre Dorferneuerung tragen Früchte", sagt Antony. Insgesamt seien mit noch laufenden Arbeiten 14 Gebäude im Umfeld der Brennerei gestrichen oder sogar richtig saniert worden. "Das Entwicklungsprogramm und auch die Straßensanierung haben eine Sogwirkung, die im ganzen Ort zu bemerken ist", sagt er.
Zum richtigen Zeitpunkt sei auch die Arbeitsgruppe Immobilien des Rats mit ihren Auswertungen zu möglichen noch nutzbaren Baugrundstücken fertig.
Die AG wurde im Zuge des Zukunftsprojekts Schönecken 2020 gegründet (der TV berichtete) und suchte per Satellitenbild mögliche Ausbauflächen in der Gemeinde. Der Hintergedanke: Bevor wie andernorts neue Baugebiete erschlossen werden, sollten erstmal bestehende Lücken geschlossen werden .
"Wir haben die Besitzer der ermittelten Flächen angesprochen. Dabei kam zwar raus, dass noch nicht jeder verkaufen will, unsere Initiative aber unterstützt wird und sich mancher Gedanken über die Grundstücke machen möchte", sagt CDU-Ratsmitglied Jan Herbst. Insgesamt habe man rund 100 mögliche Bauflächen gefunden. Die Untersuchung und Befragungen zeigten, dass aktuell 21 von ihnen zur Vermarktung bereitstehen.
Allein in der letzten Juniwoche habe man zwei Anfragen nach Baugrund weitervermitteln können, sagt Antony. Auf fünf Grundstücken werde aktuell neu gebaut. "Eine Zahl, die wir sonst in zehn Jahren hatten", sagt er.