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"Die rezessive Phase geht auch an uns nicht vorbei"

"Die rezessive Phase geht auch an uns nicht vorbei"

Weniger Schichten, weniger Überstunden: An Wochenenden werden die Maschinen des Stihl-Druckguss-Werkes in Weinsheim künftig stillstehen. Auch über den Abbau der Arbeitszeit-Konten soll die Produktion gedrosselt werden.

Prüm/Weinsheim. (ch) "Die rezessive Phase geht auch an uns nicht vorbei", sagt Gerhard Eder, Geschäftsleiter des Stihl-Werks in Weinsheim.

Die Krise bei den Automobil-Zulieferern sorgt auch in Weins-heim für einen Nachfrage-Rückgang in dem Magnesium-Druckguss-Werk. Dabei profitiert das Werk nach den Worten von Eder aber davon, nicht nur die Automobil-Zulieferer als Kunden zu haben, sondern ein breites Kundenspektrum zu bedienen. Dennoch wird die Produktion auch in Weinsheim zurückgefahren. Statt in 18 wird zunächst nur noch in 15 Schichten produziert. Die beiden Samstagsschichten und die eine am Sonntag werden eingestellt. "Wenn man es so sieht, wird die Produktion auf den Normalzustand zurückgebracht und die Mehrarbeit geht gegen null. Die Arbeit am Wochenende ist kein Thema mehr", sagt Eder. Außerdem könnten die Arbeitszeitkonten dank der flexiblen Regelungen zwischen 150 Stunden im Plus und 100 Stunden im Minus schwanken. "Bislang waren wir immer im Plus, jetzt geht es in Richtung null", sagt Eder.

Arbeit am Wochenende ist kein Thema mehr



Wie lange der Krise mit den jetzt beschlossenen Maßnahmen begegnet werden kann, kann auch Eder nicht sagen. Auch an den anderen Standorten drosselt Stihl die Produktion - was auch dort in erster Linie über den Abbau der Arbeitszeitkonten geregelt werden soll. Kurzarbeit oder betriebsbedingte Kündigungen seien derzeit kein Thema, heißt es.