Die Ruhe wird greifbar

Rund 6,5 Millionen Euro wird der Bau der Umgehung bei Wolsfeld kosten, die bis Ende 2008 fertig sein soll. Nach der Fertigstellung der Brücken an den Kreuzungsbereichen soll noch in diesem Jahr mit dem Bau der Straße begonnen werden.

Eine der Brücken, die in Zukunft die noch zu bauende Umgehung bei Wolsfeld überqueren wird, ist bereits im vergangenen Jahr errichtet worden. TV-Foto: Uwe Hentschel

Wolsfeld. 10 000 Fahrzeuge bewegen sich jeden Tag durch Wolsfeld. Das heißt bis Ende 2007 werden es nun um die 240 000 sein, die von Nord nach Süd und umgekehrt gefahren sind, bis Ende 2008 sogar mindestens 600 000. Wahrscheinlich werden es aber noch mehr, denn die Zahl derjenigen, die jeden Tag auf der B 257 zwischen Bitburg und Echternach unterwegs sind, steigt - und damit auch die Zahl der Lastwagen, die den Wolsfeldern, die an dieser Straße leben, ein noch größerer Dorn in Ohr und Auge sind als der Rest der Fahrzeuge.Nur noch Restarbeiten bei Brücke nach Meckel

Jedoch gibt es unter den schweren Brummis auch einige, auf die Menschen in Wolsfeld zum Teil über Jahrzehnte hinweg gewartet haben. Jene LKW nämlich, deren Einsatzort die Großbaustelle "Umgehung Wolsfeld" ist, wo derzeit eifrig gewerkelt wird. "Die Arbeiten laufen voll im Plan", sagt Hans-Michael Bartnick vom Landesbetrieb Mobilität in Trier, "zurzeit werden die Bauwerke im Kreuzungsbereich B 257/L 2 und über den Lambach hergestellt."Bei der Brücke im Kreuzungsbereich der L 2, die von Wolsfeld nach Meckel führt, seien nur noch Restarbeiten fällig, fügt Bartnick hinzu, und die Überführung am Lambachtal werde voraussichtlich bis Ende 2007 fertig sein. Die dritte - oder vielmehr die erste - Brücke, mit der die 2005 begonnene Baumaßnahme angefangen hat, wurde bereits im vergangenen Jahr errichtet. Sie führt zwischen Wolsfeld und Alsdorf über den Pötzbach.Weil aber Brückenwerke nur dann ihrer Bestimmung gerecht werden, wenn auf und unter ihnen etwas verläuft, fehlt noch das Eigentliche: die Umgehung. "Die Ausschreibung für den Erd- und Deckenbau ist derzeit in der Vorbereitung", sagt Bartnick, und im zweiten Halbjahr 2007 solle mit dem Straßenbau begonnen werden, wobei die Kernarbeiten mit einem Volumen von rund drei Millionen Euro im kommenden Jahr laufen würden. Bis Ende 2008 werde das 6,5-Millionen-Euro-Projekt dann fertig sein. Darüber freuen sich die Wolsfelder, die bereits in Arbeitskreisen zahlreiche Vorschläge für die Umgestaltung der derzeit noch mitten durch ihren Ort verlaufenden Europastraße gesammelt haben (der TV berichtete).Erdmassen für neuen Lärmschutzwall

Ähnlich froh wie in Wolsfeld sind auch viele Bitburger. Zum einen diejenigen, die sich bei ihrer Fahrt nach Luxemburg zukünftig nicht mehr durch den Ort quälen müssen, und zum anderen die Bewohner aus Bitburg, die mit den Wolsfeldern das Schicksal des lauten Lebens an einer großen Straße teilen. Diese wohnen beispielsweise in der Lessingstraße, die aber nicht das Problem ist. Das Problem ist die B 51, die hinter den Häusern entlang der Grundstücksgrenzen verläuft. Damit es dort ruhiger wird, soll ein Teil der bei Wolsfeld bewegten aber nicht mehr benötigten Erdmassen für einen Lärmschutzwall zwischen Bitburger Wohngebiet und Bundesstraße verwendet werden.