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Die Sammler nicht alleine lassen

Kommentar : Die Sammler nicht alleine lassen

Die Umwelt von Müll zu befreien, ist eine Sisyphusarbeit. Kaum hat man eine Straße gesäubert, wirft der nächste schon wieder seinen Abfall in den Graben. Aus dem Fenster, aus dem Sinn – dieses Verhalten ist nicht nur schädlich für die Umwelt, es ist auch frustrierend für diejenigen, die sie schützen und sauberhalten wollen.

Umso beachtlicher, dass es in der Region etliche Menschen gibt, die sich weiterhin mit Greifer und Schutzweste nach draußen begeben. Und große Mühen auf sich nehmen, um Zeug aufzusammeln, das anderen nicht mal den Weg zur Tonne wert war. Ihre Arbeit kann man gar nicht hoch genug bewerten.

Damit die Leute aber nicht irgendwann die Lust daran verlieren, dürfen wir sie als Gesellschaft nicht allein lassen. Das deutsche Bürokratenspiel, Zuständigkeiten hin- und herzuschieben, bringt uns hier nicht weiter. Es müssen pragmatische Lösungen her, damit die Sammler nicht auf den Kosten für die Entsorgung sitzenbleiben.

Die Ortsgemeinden scheinen mit dem vielen Unrat in den Straßengräben überfordert. Sie brauchen Hilfe, auch vom Abfallzweckverband. Freilich wird man nicht jedem einen eigenen Container hinstellen können. Denkbar wären aber Behälter an zentralen Stellen, vielleicht mit einem Zugangscode für registrierte Sammler, um Missbrauch zu verhindern. Die müssten uns dann aber auch eine Gebührenerhöhung wert sein.

Doch auch jeder Einzelne kann etwas tun. Dass niemand seinen Unrat in der Natur entsorgt, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Wer wilden Müll findet, darf diesen aber auch gerne aufsammeln und den Fund der Polizei melden. Denn es wird immer Menschen geben, die nur durch Strafe lernen.

c.altmayer@volksfreund.de