1. Region
  2. Bitburg & Prüm

Die Sanierung der Bickendorfer Kirche macht Fortschritte

Kirchensanierung : Baustellen-Check bei St. Martin

Die Sanierung des Bickendorfer Gotteshauses schreitet voran. Davon können sich Interessierte am Freitag selbst ein Bild machen. Spenden werden auch weiterhin benötigt – auch wegen der Corona-Krise.

 Die Sanierungsarbeiten  von St. Martin in Bickendorf laufen auf Hochtouren. Sämtliche Gewerke sind in Arbeit, wie Pfarrer Berthold Fochs,  auf TV-Anfrage mitteilt. Und tatsächlich geht es voran im Bickendorfer Gotteshaus.

Im Inneren der Kirche ist der durch Salpeter und Feuchtigkeit angegriffene  Putz am Sockel  „komplett runter“ wie Christian Jung, der zuständige Bauleiter vom Bitburger Architekten-Büro   „Schneider Architekten“ es formuliert.

Auch den Schäden am Decken-Gewölbe wird zu Leibe gerückt:  „Die Risse werden verpresst mit Hilfe eines flüssigen Materials, das sich im Mauerwerk dann verfestigt und die Poren quasi schließt“, erklärt der Bauleiter.

Und in dieser Woche soll auch ein Dachdecker mit dem Rückbau der Schieferflächen beginnen. „Der Schiefer  hat seine Lebenszeit erreicht, ist teilweise löchrig und muss entsorgt  werden“, sagt Jung.

Eine Besonderheit sieht er in der zum Teil freigelegten historischen Malerei: „Da muss man sich herantasten, in welchem Zustand sie ist, ob sie restauriert wird und welche Kosten dadurch auf die Pfarrgemeinde noch zukommen.“

Die gesamte Sanierung der Kirche wird an die 600 000 Euro kosten, die Pfarrgemeinde schätzt ihren Eigenanteil auf 250 000 Euro  (der TV berichtete mehrfach).

Und damit sich die Kirchengemeinde finanziell nicht übernimmt, wird die Sanierung des Kirchturms zurückgestellt. Sie erfolgt laut Jung in einem zweiten Bauabschnitt. Die anderen Arbeiten sollen im Spätherbst, also Oktober/November, abgeschlossen sein. Damit sich die Bickendorfer und alle  anderen, die zur Pfarreiengemeinschaft Rittersdorf gehören oder die sich sonst für den Erhalt und die Sanierung von St- Martin interessieren, ein Bild von den Arbeiten machen können, gibt es einen sogenannten „Baustellen-Check“ am Freitag,  21. August, ab 19 Uhr.  Dazu laden  ein: der Pfarrgemeinde- und Verwaltungsrat der Kirchengemeinde St.-Martin Bickendorf sowie der Vorstand des Kirchbauvereins St.-Martin Bickendorf.

Apropos Kirchbauverein. Der hatte sich im Februar gegründet, auch um Geld zur Unterstützung der Sanierungs- und Erhaltungsarbeiten aufzubringen.    Wegen der Coronakrise konnten aber keine Veranstaltungen für die Refinanzierung angegangen werden – und das wird wohl auch noch nicht in den kommenden Monaten der Fall sein, wie Berthold Fochs mutmaßt: „Hier sind die Kirchengemeinde und der Kirchbauverein vor eine große Herausforderung gestellt, zusätzliche Spendengelder für den zu erbringenden Eigenanteil aufzubringen“, so der Pastor.

Spenden sind  also weiterhin willkommen auf das Konto der Kirchengemeinde Bickendorf bei der Kreissparkasse Bitburg-Prüm: IBAN: DE 63 5865 0030 1071 1288 29.

„Baustellen-Check“ ist am Freitag,  21. August, ab 19 Uhr, in der Kirche.

(ma)