Die Schönheit der Chance

Ein Eifeldorf unter der Lupe. Am Donnerstag macht eine Landeskommission in Metterich (Verbandsgemeinde Bitburg-Land) Station. Ihre Aufgabe: den Sieger im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" zu ermitteln.

Metterich. Idylle wie im Bilderbuch. Eine Katze läuft langsam über die Straße, legt sich an den Brunnen neben der Kirche und sonnt sich. Ein Traktor fährt durchs Dorf. Eine ältere Frau steht am Straßenrand. Ein Auto fährt an ihr vorbei. Die Fahrerin winkt. Die Frau am Straßenrand winkt zurück. In Metterich lässt es sich leben. Die Szene ist nicht etwa für die Landeskommission, die am Donnerstag gegen 14.30 Uhr in Metterich eintreffen wird, einstudiert. In Metterich ist es wirklich so schön. Pittoreske Häuser in malerischer Landschaft. "Wir haben in den letzten Jahren hier in Metterich viel auf den Weg gebracht", sagt Rainer Wirtz, Ortsbürgermeister von Metterich. Ohne das ehrenamtliche Engagement der Vereine und Gruppen im Dorf wäre jedoch vieles nicht zu realisieren gewesen. Die Sanierung der Marienkapelle und des Sportplatzes, das Anlegen des naturnahen Spielplatzes - fast alle Projekte wurden in Eigenregie umgesetzt. Bestes Beispiel, dass all dies für die Menschen im Dorf und nicht für eine Kommission gemacht wird, ist das noch nicht fertige Bushäuschen aus Naturstein. In Metterich wird für die Zukunft gebaut, nicht für diejenigen, die entscheiden, ob sich Metterich für den Bundesentscheid qualifiziert. Aus diesem Grund sieht Ortsbürgermeister Wirtz dem Besuch der Kommission gelassen entgegen: "Wir sind optimistisch und selbstbewusst. Natürlich wollen wir den Wettbewerb gewinnen, aber das ist nur eine Zugabe. Das Wichtigste ist, dass unser Dorfleben funktioniert. Und das tut es."

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