Die Stadt quillt über

In der Nacht zum Sonntag hatten Polizei und DRK viel zu tun. Die Zahl der Einsätze sei aber bei einem Fest von solcher Dimension normal. Allerdings sei die Aufnahmekapazität der Stadt ausgeschöpft.

Bernkastel-Kues. (cb) Stressig seien der Samstagabend und die Nacht zum Sonntag gewesen, vermeldet die Polizei in Bernkastel-Kues. Die Beamten wurden zu zehn Schlägereien gerufen, acht Mal konnten sie schlichten, in zwei Fällen wurde Strafanzeige erstattet.

Ein alkoholisierter 15-Jähriger sprang am Freitagabend aus Übermut in einen Verkaufsstand und beschädigte Porzellan. Ein orientierungsloser Mann drang in ein Haus ein und schlug dem Hausbesitzer mit einem Stock ins Gesicht. Vorher wollte er sich bereits Zutritt in ein anderes Haus verschaffen. Er wusste, so die Polizei, offenbar nicht mehr, wo er wohnt. Trotzdem, so Dienstellenleiter Helmut Kaspar, könne angesichts der riesigen Besucherzahl von einem "ruhigen Weinfest" gesprochen werden.

Der Beamte erklärte, dass "wir vom Besucheraufkommen her an einem Punkt angelangt sind. wo nicht mehr viel geht." Parkraum und Plätze für die Besucher seien am Samstagabend "total ausgeschöpft" gewesen.

Beim DRK wurden bis Sonntagmittag etwa 25 Einsätze gezählt. "Schnittverletzungen, Kreislaufprobleme und zu viel Alkohol", sagte Alexander Becht. Beim Festzug waren die Helfer elf Mal im Einsatz.