Die Stunde mit der Maus

Die VG Speicher hat die St.-Marien-Grundschule Speicher mit 36 Laptops ausgestattet.

Speicher Yannick gibt seinen Namen ein, sein Kennwort und schon geht es los. Heute steht ein Ritterquiz auf dem Stundenplan. Yannick und seine Mitschüler müssen viele Fragen beantworten und Lückentexte ausfüllen. Und wenn sie nicht weiterkommen, können sie auf einen Link klicken und auf der Seite, die sich dann öffnet, nach der gewünschten Information suchen. Normalerweise würden die Schüler der 4a ein solches Quiz auf Papierbögen ausfüllen. Dieses Mal erledigen sie das am Laptop. Und in Zukunft werden sie das noch öfter tun. Vor wenigen Wochen wurden an der St.-Marien-Grundschule Speicher Laptops eingeführt. 36 Geräte stehen insgesamt zur Verfügung, sodass die Laptops zeitgleich von zwei Klassen genutzt werden können.
Zudem sind die Computer miteinander vernetzt. Die Lehrerin hat also die Möglichkeit, zu überprüfen, was ihre Schüler gerade am Rechner machen und wo sie eventuell Hilfe benötigen. Dass die Schüler und auch die Lehrer inzwischen ganz gut mit den Laptops und den Anwendungen zurechtkommen, verdanken sie vor allem Chistian Weyandt. Der junge Mann absolviert derzeit sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) an der Grundschule und hat davor eine Ausbildung zum Fachinformatiker absolviert. "Das ist ein Segen für uns", sagt Klassenlehrerin Andrea Zensen, die von der Anschaffung der Geräte und den sich daraus ergebenden Einsatzmöglichkeiten genauso begeistert ist wie VG-Bürgermeister Manfred Rodens. Die VG als Schulträger hat nämlich rund 40 000 Euro in die Anschaffung der Laptops investiert.
Und um sich ein Bild davon zu machen, wie die Geräte genutzt werden, sind Rodens und weitere Vertreter der VG auf Einladung zu Besuch. Der Bürgermeister sitzt neben Joel in der ersten Reihe und lässt sich von ihm alles erklären. "Ich denke, dass das Geld sehr gut angelegt ist", sagt Rodens. Genutzt werden die Laptops nicht nur im regulären Unterricht, sondern auch in der Computer-AG. Dort wird zum Beispiel das bei Kindern äußerst beliebte "Minecraft" gespielt. Wobei es für die FSJ-Kraft Weyandt mehr ist als nur ein Spiel. "In Minecraft können die Schüler eine eigene Welt im LEGO-Prinzip nach ihren Vorstellungen erschaffen und umbauen", erklärt er.
Somit ließen sich auch komplexere Zusammenhänge wie zum Beispiel Geometrie spielerisch erklären, fügt er hinzu. Und der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. So entstand in der AG nach kurzer Zeit ein ganzes Dorf mit Bauernhof, Bahnstation und Schienennetz. Und wie Weyandt erklärt, steht jetzt als großes Projekt ein virtueller Nachbau der Schule an.