Die Tafel zieht im Sommer um

Die Tafel zieht im Sommer um

Auf ihrer Suche nach neuen Räumen ist die Bitburger Tafel fündig geworden: Im Sommer zieht die Einrichtung von der Schakengasse in die Neuerburger Straße. Dort ist deutlich mehr Platz. Und der wird angesichts der stetig wachsenden Zahl an Tafelkunden auch benötigt.

Bitburg. Die Angelegenheit ist in trockenen Tüchern: "Es ist definitiv so, dass wir ab dem ersten Juli in den neuen Räumen sein werden", sagt Erika Garcon, Vorsitzende der Bitburger Tafel. Vor gut zwei Monaten hatte Garcon diese Gewissheit noch nicht. Damals wussten die ehrenamtlichen Helfer der Tafel nicht einmal ansatzweise, wo sie hinsollen.
Klar war lediglich, dass die derzeitige Ausgabe in der Schakengasse längst zu klein ist.
Das war so auch im Trierischen Volksfreund zu lesen, worauf sich ein Leser und Eigentümer einer geeigneten Immobilie bei der Tafel meldete und die Suche nach neuen Räumen noch am gleichen Tag beendete.
"Das wird toll", schwärmt Garcon von dem Gebäude in der Neuerburger Straße, in dem zuletzt ein Handwerksbetrieb unterbracht war und das nun ab Sommer die neue Geschäftsstelle der Tafel sein wird. Eigentümer ist eine Unternehmerfamilie aus Rittersdorf, die der Tafel die Immobilie zu "Super-Konditionen" zur Verfügung stellt, wie Garcon erklärt.
Die neue Unterkunft ist nicht nur zwei bis drei Mal so groß wie die derzeitige Ausgabe, sondern verfügt darüber hinaus auch über einen großen Hof sowie einen überdachten Parkplatz für den Transporter, mit dem die Lebensmittel jede Woche eingesammelt werden.
Zudem ist auf dem Grundstück, das rückseitig an das kürzlich erschlossene Neubaugebiet nördlich der Neuerburger Straße grenzt, auch noch eine Wiese, die die Tafel ebenfalls mitnutzen kann.
Dass die Einrichtung, die jeden Mittwoch Lebensmittel an sozialschwache Menschen verteilt, mehr Platz benötigt, zeigt allein schon die Entwicklung des Kundenstamms. "Wir hatten im August letzten Jahres 160 Familien", sagt Garcon. "Inzwischen sind wir schon bei 240."
Insgesamt würden somit weit mehr als 800 Menschen über die Tafel versorgt. Grund für diese rasante Entwicklung seien vor allem die Flüchtlinge, die seit Monaten auf die Kommunen verteilt werden, erklärt die Vorsitzende.Hilfe für Umbau ist willkommen


Dank der gut 60 Helfer, die genau wie Garcon alle ehrenamtlich tätig sind, sei das allerdings noch gut zu bewerkstelligen. "Einen Aufnahmestopp - wie es bei manch anderen Tafeln der Fall ist - wird es bei uns nicht geben", betont Garcon. Sollte es wirklich eng werden, dann müsse man sich etwas anderes überlegen. "Wir lassen auf jeden Fall keinen, der auf unsere Hilfe angewiesen ist, im Stich."
Auf Hilfe angewiesen ist auch die Tafel selbst, die in der neuen Unterkunft noch einiges umbauen muss, bevor sie einziehen kann.
"Wir wollen möglichst viel in Eigenleistung machen und sind deshalb für jede Unterstützung dankbar", sagt Garcon.
"Wer uns also mit Baumaterial oder aber beim Anstreichen und Fliesenlegen, beim Trockenausbau und den Installationen helfen möchte, ist immer willkommen." uhe

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