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Die Verantwortung liegt in Bitburg

Die Verantwortung liegt in Bitburg

Nach den Worten von Verkehrsminister Hendrik Hering (SPD) wird das Luftfahrtamt die Instrumentenflug-Genehmigung für Bitburg noch im September erteilen. GmbH-Chef Michael Billen verzichtet auf jedwede Prognose.

Bitburg. Nach den Worten des rheinland-pfälzischen Verkehrsministers Hendrik Hering wird die Genehmigung für den Instrumentenflug auf der früheren US-Air-Base in Bitburg noch in diesem Monat erteilt. Im TV-Interview sagt Hering, dass es im September eine Entscheidung seitens der Luftfahrtbehörde geben solle.

Zu Fragen nach dem Sinn und Zweck der großen fliegerischen Nutzung in Bitburg zeigt sich Hering indes zurückhaltend. Bei dem Vorhaben handele es sich um eine strategische Entscheidung, die "in der Verantwortung der Flugplatz Bitburg GmbH und ihrer Gesellschafter" liege. Auf die Frage, ob es aus Sicht des Steuerbürgers vertretbar sei, dass das Land das Projekt mitfinanziere, antwortet der Minister ausweichend: "Im Rahmen der Konversion wurden in Rheinland-Pfalz bis Ende 2007 623 militärische Liegenschaften mit einer Gesamtfläche von 12 805 Hektar freigegeben." Im Zuge der Konversion des früheren US-Fliegerhorstes Bitburg seien dabei im Gewerbe-, Dienstleistungs- und Freizeitpark bislang mehr als 1500 Arbeitsplätze entstanden. Weiter ging Hering auf diese Frage nicht ein.

In dem Interview stellt Hendrik Hering derweil klar, dass über den Antrag der Flugplatz Bitburg GmbH "nach Recht und Gesetz" zu entscheiden sei.

Ausgesprochen zurückhaltend auf die September-Ankündigung des Ministers reagierte der CDU-Landtagsabgeordnete und Flugplatz-GmbH-Chef Michael Billen. "Wenn mich jemand fragt, wann die Genehmigung kommt, dann sage ich immer: Rufen Sie das Luftfahrtamt an." Er jedenfalls werde keinen Termin mehr nennen. In dem Kontext erinnerte Michael Billen an frühere Ankündigungen zur Genehmigung, die immer wieder im Sande verlaufen seien.

Gleichwohl sagte Billen, die Erlaubnis zum Instrumentenflug sei ein wichtiger Schritt. Trotzdem wolle er lieber abwarten und lesen, was denn die angekündigte Genehmigung inhaltlich hergebe, so sie denn tatsächlich komme. Billen: "Ich bin lieber zurückhaltend. Sonst bin ich es wieder Schuld."