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Discounter samt Anschluss und  Mauereidechse für Bitburger Gangolf-Gelände

Infrastruktur : Discounter samt Anschluss und  Mauereidechse für Bitburger Gangolf-Gelände

Einstimmig hat der Bauausschuss Bitburg der Erstellung eines Bebauungsplans für den geplanten Lidl auf dem Gangolf-Gelände zugestimmt.

Ein Zweckbau mit leicht geneigtem Pultdach,  1700 Quadratmeter Verkaufsfläche, 164 Stellplätze für Autos und weitere 20 Stellplätze für Fahrräder. Dazu dann noch ein Anschluss an die Saarstraße und ein weiterer an den Kreisel beim Burger King.

Das ist das, worum es im Groben geht. Die Gangolf Immobilien GbR plant auf dem Areal die Errichtung eines Lidl-Lebensmittelmarktes.

Der Discounter zieht damit vom südlichen Ende der Saarstraße weiter in Richtung Innenstadt. Voraussetzung dafür ist allerdings zunächst, dass die städtischen Gremien dem dafür notwendigen Bauleitverfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplans zustimmen.

Die Erste Hürde ist der Ausschuss für Bau, Wirtschaft, Verkehr und Klimaschutz.

Der stimmt in seiner Sitzung am Mittwochabend diesem Antrag dann auch einstimmig zu, wenngleich dem Ausschuss- und Grünenmitglied Alexander Jutz der Klimaschutz-Aspekt bei diesem Vorhaben etwas zu kurz kommt. So vermisst er in der derzeitigen Planung beispielsweise Fotovoltaikanlagen auf dem Gebäudedach.

Die Stadt müsse bei jedem neuen Bauprojekt immer der Frage nachgehen: Wie können wir bei dieser Maßnahme etwas für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz tun?, fordert Jutz.

Zudem bezweifelt der Grüne, dass der Kreisverkehr in seiner jetzigen Größe dem zusätzlichen Verkehrsaufkommen durch den Lidl-Markt, aber auch die anderen im Umfeld des Kreisels geplanten Märkte (Rewe und Aldi) gerecht wird.

Planer Daniel Heßer verweist in diesem Zusammenhang auf die verkehrsplanerische Begleituntersuchung, nach der das zusätzliche Verkehrsaufkommen durchaus zu verkraften sei.

Weitere Gutachten und Untersuchungen, die vom Investor bereits in Auftrag gegeben wurden, sind unter anderem der Umweltbericht, das Lärmgutachten, die Bodenuntersuchung und nicht zuletzt ein Artenschutz-Konzept, das sich speziell mit der Mauereidechse befasst.

 Diese ist auf dem Gangolf-Gelände nämlich stark vertreten und kommt vor allem im brüchigen Gebäudefundament der bereits abgerissen Halle am östlichen Rand des Areals vor.

Um den Discounter an der geplanten Stelle zu bauen, muss auch dieses Fundament weichen. Dafür jedoch müssen zunächst die Eidechsen eine neue Heimat finden. Vorgesehen ist dafür eine Ausgleichsfläche zwischen dem Gangolf-Gelände und dem oberhalb davon verlaufenden Radweg. Dort wurde bereist ein sichelförmiger Steinriegel angelegt, auf den die Tiere nun umgesiedelt werden.