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Doppelt so teuer wie geplant

Doppelt so teuer wie geplant

Freie Fahrt auf der Bundesstraße 50 zwischen Dudeldorf und Spangdahlem: Die Vollsperrung soll heute Nachmittag aufgehoben werden - zwei Wochen später als geplant. Der Grund: Die Decke ist nicht nur erneuert, sondern die ganze Strecke ausgebaut worden.

Dudeldorf. "Zum Wochenende hin ist die Straße wieder frei", sagt Bauaufseher Volker Schuhen von der Straßenmeisterei Bitburg. "Voraussichtlich." Denn: "Die Sicherheit geht vor." Es müssten jetzt noch Schutzplanken angebracht werden, und ohne die werde die Strecke nicht freigegeben.
Aber man wolle heute ab 14 Uhr anfangen, die Baustelle zu räumen und die Umleitungen aufzuheben.
Das sind gute Nachrichten für die Autofahrer: Täglich rollen rund 7700 Fahrzeuge - davon entfallen rund fünf Prozent auf den Schwerlastverkehr - über die B 50 zwischen Dudeldorf und Spangdahlem, die seit sechs Wochen voll gesperrt ist. Seitdem nehmen die Fahrer die Umleitung über Herforst und Beilingen.
Lastwagen werden über Hüttingen an der Kyll, Röhl nach Speicher und weiter über Herforst umgeleitet, aus Richtung Spangdahlem über Herforst, Speicher, Scharfbillig auf die B 51 Richtung Bitburg.
Bei Baubeginn im Juni hatte der Landesbetrieb Mobilität angekündigt, die Fahrer müssten die weiteren Wege nur bis 18. Juli in Kauf nehmen - da plante man auch noch mit einer reinen Deckenerneuerung. "Das wurde aber dann in eine Deckenoptimierung geändert", sagt Bauaufseher Schuhen.
Und das sei viel umfangreicher: Es seien erhebliche Mehrarbeiten im Unterbau, in der Fahrbahn und in den Randbereichen angefallen.
Auch die gesamten Schutzplanken hätten an die neue Fahrbahnhöhe angepasst werden müssen. Dabei sei es auch notwendig gewesen, einige Sonderteile anzufertigen.
"Es wurde viel getan, um trotzdem schnell fertig zu werden", sagt Schuhen und erklärt, eine Straße habe drei Schichten, "wie ein Sandwichpaket": Tragschicht, Binder und Deckschicht. "Und um die Arbeiten zu beschleunigen, hat die bauausführende Firma samstags die Tragschicht eingebaut und in der darauffolgenden Woche zwei Fertiger eingesetzt, mit denen dann parallel die Binder und die Deckschicht eingebaut wurden."
Also quasi ein "Vollausbau", sagt Markus Hager vom Landesbetrieb Mobilität Gerolstein. Und die Mehrarbeiten, die anfangs nicht vorgesehen waren, machen sich nun auch bei den Kosten bemerkbar: Für die Reparatur des 1,2 Kilometer langen Stücks rechnete man ursprünglich mit 300 000 Euro. "Jetzt ist es das Doppelte", sagt Hager.