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Kommentar zur Schließung des Dudeldorfer Dorfladens

Meinung : Lippenbekenntnisse reichen nicht

Die Geschichte wiederholt sich seit Jahren: Weil es wirklich wirtschaftlich nicht mehr geht, muss ein Dorfladen schließen. Die Konkurrenz ist einfach zu groß. Fürs Dorf ist es traurig, alle bedauern es, doch von einem vergessenen Päckchen Butter, einem Brot oder einer Schachtel Zigaretten lässt sich ein Geschäft nicht tragen.

Wer nicht mobil ist, hat nun das Nachsehen. Den Inhabern kann aber nichts vorgeworfen werden. Sie ziehen, bevor es zu spät ist, die Notbremse. Ob ein Verein die Sache noch richten könnte? Vielleicht – allerdings müsste dafür das ganze Dorf mitziehen und sein Kaufverhalten verändern. Das funktioniert eventuell über ein paar Wochen oder Monate. Wenn die Schließung dann langsam in Vergessenheit gerät, ist zu befürchten, dass der Laden irgendwann erneut vor dem Ende steht: Denn auch ein Verein muss letztlich auf die Finanzen achten.

f.auffenberg@volksfreund.de