1. Region
  2. Bitburg & Prüm

Dorfwettbewerb: Jubel bei den Siegern

Dorfwettbewerb: Jubel bei den Siegern

Die Sieger im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" auf der Kreisebene stehen fest: In der Hauptklasse belegte Dudeldorf den ersten Platz und ist damit für den Gebietsentscheid qualifiziert. In der Sonderklasse kommen Bleialf, Weidingen und Bickendorf eine Runde weiter.

Bitburg/Dudeldorf/Bleialf/Bickendorf. "Starke Gemeinden, die im Bereich der Dorfentwicklung aktiv und mit großem Erfolg vorangehen" - so lautet das Urteil der Kommission im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" über die neun Teilnehmer auf Kreisebene. Deshalb sei die Entscheidung über die Platzierung auch sehr schwergefallen.
In der Hauptklasse - Dörfer, die noch nicht im Wettbewerb dabei oder im Gebietsentscheid waren - belegte Dudeldorf den ersten Platz vor Irrel und Bitburg-Matzen. Dudeldorf ist damit qualifiziert für die nächste Runde auf Gebietsebene. In der Sonderklasse für Gemeinden, die bereits einmal im Gebietsentscheid gestanden haben, holte Bleialf den Platz ganz oben auf dem Treppchen, gefolgt von Weidingen und Bickendorf. In dieser Klasse gehen alle drei Orte in den Gebietsenscheid. Diese nächste Runde wird landesweit in drei Regionen ausgetragen: Koblenz, Rheinhessen-Pfalz und Trier.
"Wir haben uns natürlich riesig gefreut, sind aber auch überrascht, dass das jetzt schon geklappt hat", sagt der Dudeldorfer Ortsbürgermeister Reinhard Becker. Denn sein Ort stehe noch am Anfang: Dudeldorf ist Schwerpunktgemeinde in der Dorferneuerung. Die Dorfmoderation beginne aber erst nach den Sommerferien. Grund dafür, dass Dudeldorf die Jury beeindruckt hat, könnte laut Becker sein, dass die Burg, aber auch viele Privathäuser im historischen Ortskern bereits schön saniert wurden und es gute Pläne gebe, wie sich der Ort weiterentwickeln soll. Auch die ehrenamtliche Renovierung eines Spielplatzes oder die ausverkauften Vorstellungen eines Musicals der Grundschüler dürften eine Rolle gespielt haben.
In Bleialf ist die Freude besonders groß, zumal der Sieg ein Jubiläum kennzeichnet: Die erste Teilnahme liegt genau 50 Jahre zurück. "Ich freue mich riesig", sagt Ortsbürgermeisterin Edith Baur. Aber sie gibt das Lob gleich an alle Bleialfer weiter: Viel ehrenamtliches Engagement, besonders die immense Vereinsarbeit im Dorf, hätten dazu beigetragen, "Bleialf immer attraktiver zu machen". Fazit: "Es hat sich gelohnt, für unser Dorf etwas zu tun." So sah es auch die Kommission, die außerdem den Einsatz erneuerbarer Energie in der Regionalen Schule und im Supermarkt lobend erwähnte.
"Ein toller Erfolg", heißt es auch aus Weidingen. Über den zweiten Platz in der Sonderklasse sei er völlig überrascht, sagt Orts-Chef Matthias Moos: "Wir hatten eigentlich damit gerechnet, in zwei Jahren noch einmal mitzumachen und dann möglicherweise weit vorne zu landen." Schließlich sei weder die Gestaltung des Dorfmittelpunkts direkt neben dem Dorfgemeinschaftshaus noch das ehrgeizige Projekt, das ganze Dorf mit Nahwärme zu versorgen, bereits endgültig abgeschlossen. Dass das 200-Einwohner-Dorf dennoch beim Kreisentscheid überzeugt hat, führt der Ortsbürgermeister vor allem auf den Zusammenhalt im Ort zurück: "Das Dorfleben kann kaum besser sein!"
Ein bisschen stolz ist man in Bickendorf auf den dritten Platz in der Sonderklasse. Damit ist der Ort für den Gebietsentscheid qualifiziert. "Wir sind froh, dass wir auf dem Treppchen gelandet sind", freut sich Wilfried Kootz, zweiter Beigeordneter der Ortsgemeinde. All die Mühe habe sich gelohnt und steigere die Motivation für die nächste Runde. "Meiner Meinung nach haben wir die Jury mit unserem Dorfentwicklungskonzept und bürgerlichen Engagement überzeugt. Vor allem haben wir in der Kategorie ‚Dorf in der Landschaft\' gepunktet", sagt Kootz. Für die Bickendorfer ein Grund zum Feiern.