Draisinenbahn endlich zum Greifen nah

Draisinenbahn endlich zum Greifen nah

Zur Berichterstattung über die Nutzung der stillgelegten Bahnstrecke Prüm-Gerolstein (TV vom 30. August) haben uns mehrere Zuschriften erreicht.

Die Vorteile einer Draisinenbahn müssen nicht mehr lange erörtert werden, da sie die Kommunen in Gerolstein und Prüm schon vor Jahren erkannt haben und es lediglich um Realisierungsprobleme ging. Es ist begrüßenswert, dass nun Privatleute die Initiative ergreifen und bereit sind, nicht nur das finanzielle Risiko zu tragen, sondern auch noch 100 000 Euro Eigenmittel zu investieren, damit aus diesem Projekt doch noch etwas wird. Das zeigt, wie ernst es diese Leute meinen und welch große Potenziale gesehen werden.Das Ergebnis im Kosten-Nutzen-Vergleich kann objektiv nur zu Gunsten der Draisine ausfallen: Die Kommunen müssten für die Draisine offensichtlich nur etwa halb so viel wie für den Schienenbus investieren (und wer hat schon Geld zu verschenken?), und der private Betreiber würde mehr als 50 Prozent der Kosten tragen (deutlich mehr als beim Schienenbus). Demgegenüber zeigen Vergleichsstrecken, dass in beiden Fällen rund 20 000 Nutzer pro Jahr realistisch sind. Radwege gibt es demgegenüber genug - die Draisinenbahn wäre für die ganze Eifel ein Touristenmagnet, der Radweg lediglich einer unter sehr vielen.Gabi Kerpen, Darscheid infrastruktur/Tourismus