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Drei historische Monumente aus Waxweiler sind neu in der Denkmalliste

Denkmalschutz : Drei neue Denkmäler in Waxweiler ausgewiesen

Die Generaldirektion Kulturelles Erbe in Mainz, besser bekannt als die Landesdenkmalpflege, und die untere Denkmalschutzbehörde der Kreisverwaltung in Bitburg haben drei weitere Denkmäler aus Waxweiler in die Schutzliste aufgenommen, so dass die Gesamtzahl auf 18 angewachsen ist.

Das Verzeichnis der Kulturdenkmäler stellt den gesamten Bestand der erfassten Denkmäler des Landes Rheinland-Pfalz vor, an dessen Aktualisierung ständig gearbeitet wird. Auch in den Ortsgemeinden des Eifelkreises Bitburg-Prüm stehen viele Denkmäler unter einem besonderen Schutz.

So sind in Waxweiler beispielsweise die Katholische Pfarrkirche, der Ortskern sowie mehrere Häuser, Wegekreuze und der alte Grenzstein von 1610, der einst die Grenze zwischen dem Herzogtum Luxemburg und dem Kurfürstentum Trier bezeichnet haben soll, in der amtlichen Liste erfasst.

Neu hinzugekommen sind nun das Dechant-Faber-Kreuz, der Kreuzweg und auch die Mariensäule über der Prümtalgemeinde.

Das Dechant-Faber-Kreuz an der Straße nach Mauel wurde zum 8. September 1960 vom Stiftungs-Kuratorium errichtet. Anlass war der 250-jährige Todestag von Dechant Gerhard Faber, der mit Testament von 1703 eine bedeutende Studienstiftung für die Zeit nach seinem Tod in Waxweiler geschaffen hat. Die Pfarrgemeinde pilgerte in großer Fußprozession in die „Mazelt“ zur feierlichen Einsegnung, die der damalige Dechant Michael Hammes vornahm.

Der Kreuzigungsbildstock von 1709 und die Kreuzwegstationen von 1779 standen bereits zuvor unter Denkmalschutz, nicht aber das dazugehörige Heiligenhäuschen von 1774, welches ebenso Stationen vom Leidensweg Christ enthält. Die letzteren beiden hat der Hochgerichtsschöffe Paulus Hoss aus Waxweiler errichten lassen. Franziskanerpater Biermann aus Ulflingen segnete beide 1780 ein. Nun wurde die bauliche Gesamtanlage in der Pintesfelder Straße als Kreuzweg neu erfasst. Diesen geht die Pfarrgemeinde jedes Jahr in der Fastenzeit den steilen Berg hinauf.

Am 9. Mai 1948 wurde die Mariensäule vom damaligen Dechant Carl Schlüter nach einer großen Fußprozession eingesegnet. Das Werk entwarf der Trierer Bildhauer Anton Nagel. Einige Bürger von Waxweiler errichteten das Denkmal nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie bedankten sich dadurch bei der Muttergottes, dass ihr Heimatort weitgehend von Kriegsschäden verschont geblieben ist. Seitdem pilgert die Pfarrgemeinde alljährlich im Mai auf den Eichelsberg.