1. Region
  2. Bitburg & Prüm

Drei Millionen in den Winkel

Drei Millionen in den Winkel

JÜNKERATH-GLAADT. Lücke dicht: Im Jünkerath-Glaadter Gewerbegebiet "Auf dem Wehrt" sollen Mitte des Jahres auf rund 12 000 Quadratmetern Grundstücks-Fläche weitere Märkte entstehen.

Investor Hans-Josef Rogge lässt sich nicht lange bitten: "Wir haben unterschrieben, ganz einfach", kommt ruckzuck die Antwort auf die Frage nach dem Stand der Dinge im Gewerbegebiet "Auf dem Wehrt". Mit der Signatur haben Rogge und die von ihm vertretene "P&S Property & Shares" GmbH von der Ortsgemeinde Jünkerath rund 7400 Quadratmeter Fläche erworben. "Und wir kaufen noch gut 5000 Quadratmeter dazu", sagt Rogge: "Wir sind uns mit den Nachbarn schon einig." Das Prinzip: P&S baut, die Markt-Filialisten mieten. Und wer kommt hin? "Ein Rossmann-Drogeriemarkt, ein KiK-Textilmarkt und ein Edeka-Vollsortimenter", zählt Rogge auf. Allein für den Edeka-Markt sind 1920 Quadratmeter vorgesehen. Die beiden ersten haben bereits ihre Verträge unterzeichnet, bei Edeka liegt das Papier dem Vorstand zur Genehmigung vor. Ein vierter (Fach-)Markt ist ebenfalls vorgesehen - allerdings noch nicht spruchreif. Rogge wartet ansonsten nur noch auf das Baurecht. "Im Mai oder Juni würden wir gerne beginnen", sagt er. "Wir haben alles vorbereitet." Gut drei Millionen Euro wird das Unternehmen mit Sitz in Fließem in Jünkerath ausgeben. Aber nicht für eine hässliche Halle: "Das wird ein schöner Winkel", verspricht er. "Man kann windgeschützt von Fachmarkt zu Fachmarkt spazieren." Nehme man das bereits vorhandene Einkaufs-Angebot im Oberen Kylltal hinzu, "dann haben wir bald eine traumhafte Ansammlung von Märkten, die eine zentrale Nahversorgung sicherstellen werden", freut sich Rogge: "Die Tante-Emma-Läden sind ja leider fast alle verschwunden." Beste Laune auch bei der Verwaltung: "Die Zahlen geben es her, die Kaufkraft gibt es her, und der Einzugsbereich gibt es her", sagt Werner Arenz, Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Obere Kyll. Eine Konkurrenz zu den bisherigen Geschäften sieht er nicht, zumal sich alle - Investor und Verwaltung - auf die Fahnen geschrieben hätten, niemanden "in den Ruin zu treiben". Werner Arenz: "Wir möchten nicht den einen groß werden lassen und den anderen die Luft abdrehen." Seit Jahren bereits habe man versucht, das "Filetstück" auf dem Wehrt sinnvoll zu nutzen, sagt der Bürgermeister. "Wir hätten da schon alles mögliche installieren können", berichtet Arenz, "aber wir wollten ein griffiges Konzept.""Traumgegend" für Investoren

Das scheint gefunden: "In Jünkerath haben wir fast sechs Jahre gearbeitet, um eine vernünftige Lösung zu finden", sagt Hans-Josef Rogge. "Diese Dinge - die bauen wir nur einmal. Da müssen wir aufpassen, dass wir keine Fehler machen." Ein Plädoyer für die Heimat: Das ewige Jammern über den Standort Deutschland ist Rogge, der auch im europäischen Ausland Projekte entwickelt, richtig leid: "Deutschland ist ja gar nicht so schlecht. Und gerade wir in der Eifel, wir haben doch eine Traumgegend." Dazu trage besonders die reibungslose Zusammenarbeit mit allen Kommunalvertretern im Oberen Kylltal bei: "Das ist eine hochaktive Verwaltung", lobt Hans-Josef Rogge: "Im Gegensatz zu manchen Nachbar-Verbandsgemeinden."