Dreigestirn stürmt Prümer Stadtrat

Das Niederprümer Dreigestirn hat auch die Herzen der Ratsmitglieder im Sturm erobert. Vor dem närrischen Überfall stellte der Rat noch wichtige Weichen für die bauliche Entwicklung der Stadt.

Prüm. Schlag auf Schlag geht es weiter mit dem Ausbauprogramm der Prümer Stadtstraßen. Noch im Früh-Stadium befindet sich die Planung für den Ausbau von Langemarckstraße und Tettenbachweg. Wolfgang Scheuch vom Ingenieurbüro Scheuch stellte dem Stadtrat einen ersten Entwurf vor.In der Langemarckstraße geht es um den Abschnitt zwischen Tiergartenstraße und Johannisborn. Dabei wird der bereits ausgebaute Kreuzungsbereich Reginostraße/Steinkaulstraße ausgespart. Unterschiedliche Meinungen gibt es unter anderem noch zur Gestaltung des Gehwegs in Höhe der Gaststätte "Treibhaus". Ferdinand Malburg und Norbert Baur (beide Prümer Bürgerbewegung) wünschen sich dort zum Schutz der Fußgänger Hochbordsteine (zwölf Zentimeter). "Das wird alles kaputt gefahren", befürchtet hingegen Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy (CDU). Es solle dort auch weiterhin möglich sein, mit zwei Autoreifen auf dem Gehweg kurz zu halten.In Höhe der Verbandsgemeinde-Verwaltung könnten am Fahrbahnrand drei bis vier Stellplätze geschaffen werden, was auch den Verkehr beruhigen soll. Die Fahrbahnbreite verringerte sich dort auf drei Meter — in der Einbahnstraße immer noch ausreichend.Einwohner-Versammlung am 13. Februar

Im Tettenbachweg, der von der Langemarckstraße abzweigt, gibt es keinen Durchgangsverkehr. Dort soll ein Gehweg durchgängig talseitig geführt werden. Eine dreizeilige Pflasterrinne grenzt den Weg ohne Bordstein von der Fahrbahn ab.Eine Einwohnerversammlung zu den beiden Straßenbau-Projekten ist am Mittwoch, 13. Februar, um 19 Uhr im Sitzungssaal des Verbandsgemeinde-Rathauses. Auf Initiative von Manfred Pauly, Vertrauensmann für den Stadtteil Niederprüm, und Mathilde Weinandy überraschten die Karnevalsfreunde Niederprüm den Rat mit einem Besuch. Prinzessin Marianne (Tomaschko) vom regierenden Dreigestirn forderte mit Nachdruck den ersten Kreisverkehr für Prüm. Zeremonienmeister Hans-Peter Fuchs schlug den Prümern für 2009 ein Dreigestirn vor: Mathilde Weinandy, SPD-Ortsvereinsvorsitzende Birgit Nolte-Schuster und die "Bertrada von Prüm" (Monika Rolef). Die Tanzgarde verwandelte den Sitzungssaal in eine Bühne. Eine Abordnung des Musikvereins Niederprüm spielten Stimmungslieder zum Mitsingen. Weinandys Fazit: "Der Besuch zeigt den schönen Zusammenhalt in der Stadt." EXTRA Endgültig grünes Licht gab der Stadtrat für die Änderung des Bebauungsplans Bahnhofstraße II. Damit steht nur noch das Okay der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord aus. Hinter dem Postgebäude kann die Anders/Neunkirchen GbR dann einen Lidl-Markt bauen (der TV berichtete). "Der Bauantrag ist komplettiert. Wir stehen in den Startlöchern", meldet Investor Manfred Anders. Noch im Februar soll der Abriss der alten Halle beginnen. Läuft alles glatt, wird der neue Discount-Markt im Frühherbst eröffnet. Auch den Bebauungsplan "Auf der Tafel" beschloss der Rat als Satzung. Dort können neue Wohnbaugrundstücke erschlossen werden. (cus)