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DRK-Rettungswache in Bitburg-Masholder soll erweitert werden

Rettungswache Masholder : Erweiterung ist fest geplant, doch vorher müssen noch vier Gremien zustimmen

Die DRK-Rettungswache in Bitburg-Masholder ist zu klein und soll erweitert werden. Zuvor müssen erst noch vier Kreistage und ein Stadtrat zustimmen.

„Wir platzen da oben aus allen Nähten“, sagt Rainer Hoffmann. Und mit „da oben“ meint der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Bitburg-Prüm die Rettungswache in Bitburg-Masholder. Fünf Wachen sowie drei zusätzliche Außenstellen decken die Notfallversorgung des Deutschen Roten Kreuzes im Eifelkreis ab. Und die Bitburger Rettungswache ist die mit Abstand am meisten beanspruchte.

 Von insgesamt 21♦331 Einsätzen in 2019 entfielen allein 10♦325 auf die Wache in Masholder, die vor 20 Jahren errichtet wurde und inzwischen, wie Hoffmann erklärt, längst zu klein ist. „Wir müssen einen Teil der Fahrzeuge draußen auf dem Hof parken“, sagt er und zeigt auf eine Planskizze, die eine Veränderung ankündigt: Die Rettungswache in Bitburg soll deutlich größer werden.

Derzeit verfügt die Einrichtung über fünf Stellplätze. Geplant ist, die Halle um vier zusätzliche Stellplätze zu erweitern. Darüber hinaus soll auch der Aufenthaltsbereich der Mitarbeiter vergrößert werden. „Wir haben inzwischen deutlich mehr Personal als noch vor 20 Jahren“, erklärt Hoffmann. Zudem sei der Frauenanteil in der Belegschaft des Rettungsdienstes gestiegen. Aus diesem Grund würden zusätzliche Umkleideräume eingerichtet, aber auch neue Funktionsräume, die unter anderem für die Ausbildung der angehenden Notfallsanitäter benötigt würden.

Knapp zwei Millionen Euro soll die Erweiterung kosten. Der Antrag dazu sei bereits Ende 2018 gestellt worden, so der Geschäftsführer, der nun hofft, die Maßnahme so schnell wie möglich angehen zu können. Doch einen Haken hat das Projekt. Bevor mit der Baumaßnahme begonnen werden kann, muss das Vorhaben erst durch einige Gremien.

„Bislang war es so, dass der Kreis 75 Prozent der Kosten übernommen hat und das DRK dann die restlichen 25 Prozent“, sagt Hoffmann. Das habe auch immer gut funktioniert. So seien in den vergangenen Jahren alle Standorte durch Um- und Neubaumaßnahmen auf den neuesten Stand gebracht worden.

Und an allen diesen Projekten habe sich der Kreis ohne Probleme entsprechend der Vorgabe beteiligt. Nun aber gebe es in Rheinland-Pfalz ein neues Rettungsdienstgesetz, sagt der DRK-Leiter. Nach diesem Gesetz würden die Maßnahmen im Rettungsdienstbereich nun auf alle Kommunen in der Region Trier verteilt. An den Kosten für den Umbau in Masholder beteiligt sich also nicht nur der Eifelkreis, sondern auch der Vulkaneifelkreis, die Kreise Bernkastel-Wittlich und Trier-Saarburg sowie die Stadt Trier. Umgekehrt muss sich der Eifelkreis dann zukünftig auch an den Projekten in den anderen Kommunen beteiligen.

„Im Grunde ist das nur eine Milchmädchenrechnung, weil sich für uns dadurch nichts ändert“, erklärt Hoffmann. „Unser Anteil liegt auch weiterhin bei 25 Prozent.“ Was die Genehmigung und damit auch die Umsetzung des Projekts aber in die Länge ziehe, sei die Tatsache, dass nun eben nicht nur der Kreistag des Eifelkreises der Baumaßnahme zustimmen müsse, sondern auch die Gremien der anderen Kreise sowie der Stadt Trier, sagt Hoffmann. „Ich denke, dass wird ein langwieriger Prozess.“