Dudeldorfer möchten in den Landesentscheid kommen

Infrastruktur : Dudeldorf hofft auf den Sieg

Die Jury im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ hat die Gemeinde besucht, die um den Titel kämpft.

Dudeldorf steht in der Sonderklasse im Wettbewerb mit den Gemeinden Waldweiler im Landkreis Trier-Saarburg und Kronweiler im Landkreis Birkenfeld. Nun hat der Ort Besuch bekommen: Pünktlich um halb neun trifft der schwarze Bus mit den Jurymitgliedern für den Gebietsentscheid „Unser Dorf hat Zukunft“ 2018 an der Burg Dudeldorf ein. Sie werden von Ortsbürgermeister Stefan Lonien, dem Gemeinderat und rund 40 Bürgern erwartet. „Wir sind gut vorbereitet und wollen uns gut präsentieren“, so Lonien. Und das sollte gelingen. Der Ort hat einiges zu bieten, was in der Entscheidungsfindung bedeutsam ist: „Dudeldorf ist durch eine intakte Infrastruktur, ein abwechslungsreiches Dorfleben und durch seinen historisch gewachsenen Ortskern geprägt“, erklärte der Ortsbürgermeister.

Mit Blick auf die von Dirk Görgen von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier geführten Jury schlug Lonien einen Dorfrundgang und eine kleine Besichtigungstour mit dem Bus vor. Dabei informierte der gut aufgestellte Ortschef über die bereits bestehenden Entwicklungskonzepte  und wirtschaftlichen Entwicklungen. Ein Dorfentwicklungsplan wurde bereits 1986 erstellt. Von 2011 bis 2017 war Dudeldorf Schwerpunktgemeinde der Dorfentwicklung. Viele öffentliche und private Maßnahmen wurden umgesetzt, Straßen- und Gebäudesanierung gehören ebenso dazu wie die Ausweisung von Neubaugebieten.

Ein überzeugendes, bürgerschaftliches Engagement ließ die Jury aufhorchen: Das neu gegründete „Netzwerk begrüntes Dudeldorf“ ist eine offene Gemeinschaft von Natur-, Kultur- und Garteninteressierten. Die Mitglieder haben bereits private und öffentliche Flächen in der Kirchstraße und Herrengasse bepflanzt und gepflegt. „Eine Initiative, die ich ausdrücklich begrüße und lobe“, sagte Jurymitglied Melanie Baumeister. „Sie schaffen es als Dorf, eine eigene Adresse und damit eine echte Alternative zur Stadt zu sein“, so Baumeister.

Professor Matthias Sieveke, in der Jury zuständig für die Baugestaltung und -entwicklung im privaten und öffentlichen Bereich, lobte die vielen denkmalgerecht sanierten Bauten. „Für die Neubaugebiete empfehlen ich Ihnen dringend eine Gestaltungssatzung“, so Sieveke, der damit auf die mehrfach nicht eifeltypische Gestaltung von Gebäuden und Flächen in den Neubaugebieten einging.

„Besonders beeindruckend finde ich in Dudeldorf die Mischung: die Lage, der historische Ortskern, die gewerbliche und soziale Infrastruktur. Von daher gibt es viel an Lob zu verteilen. Ein Ziel des Wettbewerbes ist es auch, dass wir als unabhängige Kommission vor Ort kommen und den ein oder anderen Impuls setzen“, so Görgen.

Auch die Ortsmitte von Dudeldorf wird in Augenschein genommen. Foto: Rudolf Höser

„Ich habe mir Notizen gemacht. Insbesondere den Hinweis, bei der Umgestaltung des alten Friedhofes am Obertor in einen Bürgerpark mit außerschulischem Lernort behutsam vorzugehen, werden wir sicherlich ernst nehmen“, resümierte Lonien, der im Anschluss an die Präsentation und Aussprache zu einem kleinen Imbiss in der Burg einlud.

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