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E-Mobilität: Das dauert noch

Verkehr : Klartext: Längst nicht alltagstauglich

Vierzig von 40.000 – das macht einen Anteil von einem Promille. Was beim Alkoholgehalt im Blut relevant sein mag, ist beim Anteil von Elektro-Fahrzeugen an allen zugelassenen Wagen, nüchtern betrachtet, wenig.

Diese Zahl stammt aus dem Landkreis Vulkaneifel und entspricht in etwa den Werten der Nachbarkreise.
Und mit einem Promille liegt die Region im bundesweiten Vergleich noch gut. Denn in ganz Deutschland kommt auf 1000 Autos nicht einmal eins, sondern nur knapp 0,6 mit Elektroantrieb.
Das ist nun wirklich ein Armutszeugnis, weil man im dünn besiedelten ländlichen Raum - und dazu zählen die Landkreise Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm und Vulkaneifel definitiv - eigentlich einen schwächeren Wert erwarten sollte als im stark von städtischen Gebieten geprägten Gesamtschnitt. Denn nicht nur Menschen, sondern auch Ladestationen sind hier dünner gesät. Was die Zahlen belegen, ist, dass Elektromobilität noch weit von einem Durchbruch entfernt ist: Zu kurz sind die Reichweiten, zu lang die Ladezeiten, zu rar die Ladestationen, zu teuer - trotz Förderung - die Fahrzeuge und an den Ladestationen auch der Strom.
Unter diesen Voraussetzungen wird es noch lange dauern, bis sich E-Autos wirklich in der Breite durchsetzen. Denn wenn sich nicht mindestens drei der fünf genannten Punkte deutlich verbessern, wird der elektrische Antrieb - zumindest im ländlichen Raum - nicht realistisch alltagstauglich.
l.ross@volksfreund.de