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Eddi und die Zukunft des Eifel-Klangs

Eddi und die Zukunft des Eifel-Klangs

Der Disk Jockey legt am Samstag in der Markthalle auf.

Prüm (now) Eddi, alias Eduard Nebert, ist kein Unbekannter in der D(isk)-J(ockey)-Szene der Region. Als DJ Eddi Weekly hat er schon viele großen Partys der Umgebung beschallt. Nun, sagt der 22-jährige Musiker, der zurzeit Kultur- und Eventmanagement an der Dortmunder Medienakademie studiert, möchte er zeigen, wie viel musikalisches Potential in seiner Heimat steckt: Mit der Veranstaltung "Bringing the Future" am Samstag, 2. September, in der Markthalle Prüm, soll sich das ändern - zumindest ein Stück weit.
"Populäre Kultur aus der Eifel wird unterschätzt - auch von den Eifelern selbst", sagt Nebert. "Unsere Region besitzt eine unglaublich hohe Dichte an qualitativ sehr guten und jungen Künstlern. Ich will ihnen mit der Veranstaltung eine Plattform bieten."
Ein großes Ziel dabei sei es, für eine Vernetzung der Musiker zu sorgen. Und damit meine er ausdrücklich nicht nur die, die aus der Elektro-Szene stammen. "Auch Elastiq tritt am Samstag auf. Eine tolle Band, deren Geschichte ein Paradebeispiel dafür ist, wie es in der Eifel funktionieren könnte." Nur dank einer günstigen Fügung sei die Band an einen fähigen Manager geraten, "sonst würden die immer noch auf Schulfesten spielen, obwohl sie auf nationalem Niveau anderen Bands längst das Wasser reichen können", sagt Nebert. An seinem Studienort Dortmund funktioniere Vernetzung unter Musikern, Auftrittsorten, Sponsoren und auch der Kommunalpolitik bestens. Das lasse sich in der Eifel nicht herbeizaubern, sagt Nebert. "Doch Städte wie Daun, Gerolstein, Bitburg und Prüm könnten doch wenigstens darüber nachdenken, frei zugängliche Räume zu schaffen, in denen sich Musiker, bildende Künstler und Menschen, die an diesem hohen Maß an Kreativität in der Eifel interessiert sind, treffen. Davon, dass regionale Kultur lebendig bleibt und gedeiht, haben letztendlich alle etwas."
Auch "Bringing the Future" wird von Kommune und Land nicht finanziell unterstützt. Deshalb wird Eintritt erhoben: Zehn Euro kostet das Ticket im Vorverkauf, zwölf Euro an der Abendkasse. Los geht es um 20 Uhr: Elastiq, DMO, DJ Hubbi, Eddi Weekly, Zepatschen, DJ feroo sind zu hören.