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ehemalige  Volksschule wird zu neuem Dorfmittelpunkt von Pickließem.

Infrastruktur auf dem Dorf :  „Mathieu-Molitor-Haus“ statt alter Schule

Die ehemalige  Volksschule wird zu neuem Dorfmittelpunkt von Pickließem.

Das Pickließemer Gemeindehaus war ursprünglich ein in den Jahren 1952 bis 1954 erbautes Volksschulgebäude mit zwei Klassen und Lehrerwohnhaus. 1971 wurde die Schule geschlossen und ging ins Eigentum der Ortsgemeinde über. In Eigenleistung der Gemeinde und der ortsansässigen Vereine wurde das Gebäude zum Gemeindehaus umfunktioniert und in den folgenden Jahren bis 2012 den Erfordernissen entsprechend renoviert.

„Hier haben wir Pickließemer viele schöne Feste gefeiert, dabei denke ich an die Fastnachtsveranstaltungen, die Theatervorstellungen und Schutzengelfeste“, sagt Ortsbürgermeister Edgar Comes. Doch inzwischen verschlechterte sich der Zustand des Hauses immer mehr. „Insbesondere die Sanitäranlagen aus den 1960iger Jahren und die Heizungsanlage mussten erneuert werden“, so Comes. Auch die Raumaufteilung entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen.

2012 begannen die Pickließemer, überwiegend in Eigenleistung und losgelöst vom vorhandenen Gebäudebestand, mit dem Neubau eines Gemeindesaales.  Das hatte den Vorteil, dass die bestehenden Räumlichkeiten weiter genutzt werden konnten.

Nach der Fertigstellung des größten Teiles des Saalanbaues wurde im Herbst 2015 das bestehende Schulgebäude in Angriff genommen und über Durchbrüche an den ehemaligen Fenstern zur Ostseite mit dem Saalanbau verbunden. Die sanitären Anlagen, die Heizungsanlage mit Fußbodenheizung und die Elektroinstallation wurden komplett erneuert. Zum großen Vorteil der Anlage konnte das Gemeindehaus an das damals neu zu erstellende Nahwärmenetz der Biogasbetreibergesellschaft Nawaro angeschlossen werden. Der Thekenbereich wurde komplett umgestaltet, eine moderne Kücheneinrichtung eingebaut und die Außenanlagen neugestaltet. Weiterhin konnte im unterkellerten Bereich des Saalanbaues ein moderner Werkhof für den Gemeindearbeiter eingerichtet werden. Um dem größten Sohn der Gemeinde Pickließem, dem Maler und Bildhauer Mathieu Molitor, posthum die Ehre zu erweisen, wurde das neue Dorfgemeinschaftshaus nach ihm „Mathieu-Molitor-Haus“ benannt.

„Die Bausumme beläuft sich auf 700 000 Euro. Davon hat das Land Rheinland-Pfalz 420 000 Euro aus Fördermitteln des I-Stocks übernommen. Dafür sind wir sehr dankbar“, resümiert Comes. Durch weitere entsprechende Eigenleistung und sinnvolle Einsparpotentiale konnten die Kosten begrenzt und der Kostenrahmen eingehalten werden.

„Die Ortsgemeinde Pickließem und alle Bürgerinnen und Bürger sind sehr stolz auf das Ergebnis der langjährigen Mühen. Die Attraktivität des Mathieu-Molitor-Hauses hat sich mittlerweile weit über die Gemeindegrenzen hinaus herumgesprochen. Die Einrichtung wird immer stärker genutzt, auch von außerhalb der Gemeinde“, so der dankbare Ortsbürgermeister. Damit sei, ganz im Sinne des „Zukunfts-Checks Dorf“ die Grundlage für die nächsten 40 Jahre geschaffen, so Comes.