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Eifel-Ardennen-Radweg: Die B410 zwischen Prüm und Niederprüm wird erneuert.

Eifel-Ardennen-Radweg : Radwegkreuzung an der B410 zwischen Prüm und Niederprüm soll sicherer werden

Der Landesbetrieb Mobilität hat, nach Kritik aus dem Stadtrat, den künftigen Radweg-Übergang bei Prüm neu geplant.

Stramme Zahl: Etwa 11 000 Fahrzeugbewegungen täglich hat der Landesbetrieb Mobilität (LBM) auf der Bundesstraße 410 zwischen Prüm und Niederprüm registriert. Das zeige, sagt Bruno von Landenberg von der Behörde in Gerolstein, welche Bedeutung die Stadt als regionales Zentrum habe.

Auf diesem Abschnitt der B 410, die am Prümer Stadtausgang Bahnhofstraße heißt und dann zur St. Vither Straße wird, kreuzt aber auch der Eifel-Ardennen-Radweg die Fahrbahn. Für die Zweiradler – und die gelegentlichen Fußgänger – ist es allerdings nicht einfach, rüberzukommen. Zumal sich längst nicht jeder der vielen Auto-, Lastwagen- und Motorradfahrer dort ans vorgegebene Tempo 50 hält.

 Sanierung B 410 und neuer Radweg-Übergang Prüm
Sanierung B 410 und neuer Radweg-Übergang Prüm Foto: TV/Schramm, Johannes

Der Übergang soll deshalb umgestaltet werden, er war bereits öfter ein Thema im Stadtrat. Wie auch im vergangenen Mai: Damals lehnten die Fraktionen die erste LBM-Planung ab und schickten sie zurück an den Absender (der TV berichtete).

 Die B 410 zwischen Prüm und Niederprüm: Der Radweg quert hier die stark befahrene Straße.
Die B 410 zwischen Prüm und Niederprüm: Der Radweg quert hier die stark befahrene Straße. Foto: Fritz-Peter Linden

Man hätte nämlich, sagt Stadtbürgermeister Johannes Reuschen, in der Kurve die Fahrbahn queren müssen – und dann zusätzlich die Wenzelbachstraße, die an dieser Stelle abzweigt.

Die Kritik kam an. Inzwischen hat man in Gerolstein umgeplant – und lieferte einen Entwurf, der allen deutlich besser gefällt und bald verwirklicht werden soll. In der September-Sitzung gab der Stadtrat seine Zustimmung für die geänderte Planung.

Der Radweg soll, aus Richtung Ausstellungsgelände, zunächst einen kleinen Schwenk erhalten – das bremst alle Pedalisten ein, bevor sie auf die Straße treffen. Das Entscheidende aber, sagt Bruno von Landenberg, sei die Querungshilfe, die man zudem einbaue: ein Inselchen mitten in der Fahrbahn. Damit jemand, der dort rüber will, immer nur den Verkehr aus einer Richtung in den Blick nehmen muss. So hat man es auch beim neuen Hahnplatz gemacht – und wenn auch viele die früheren Zebrastreifen vermissen, scheint das gut zu funktionieren.

Wann geht’s los mit dem Umbau? Diese Woche soll es zwar noch einmal stürmisch und beinah-winterlich werden, aber dann steigen die Temperaturen schon wieder. Also ist bald auf der Strecke mit mehr Radfahrern zu rechnen, zumal dann ja auch mit dem Frühling die Saison wieder absehbar heranrauscht.

Die Ausschreibung für das Vorhaben, sagt Bruno von Landenberg, soll in Kürze erfolgen. Allerdings umfasst der Auftrag nicht nur die Erneuerung des Radweg-Übergangs.

Von wegen: Der LBM lässt auch gleich die Fahrbahn zwischen der Waschanlage am Ortseingang von Niederprüm und dem bislang provisorischen Kreisverkehr in Höhe der Abzweigung zum Prümer Kreuzerweg und des Rewemarkts gegenüber erneuern.

Und auch der Kreisel soll dann seine neue und dauerhafte Gestaltung erhalten. Dazu wird, wie bereits berichtet, ein weiterer Ast hinzugefügt, der als Zufahrt zum Supermarkt dienen wird – das Unternehmen übernimmt dafür die Kosten.

Alles in allem wird es also ein größeres Projekt: 1,3 Millionen Euro, so die LBM-Rechnung, werden verbaut. Und wann fangen die Arbeiter an? Wahrscheinlich im Frühsommer, sagt Bruno von Landenberg, vermutlich im Juni. Und weil dann doch so viel gemacht wird an der Straße, können die Arbeiten sogar bis Jahresende dauern.

Bei der Stadt jedenfalls blickt man zufrieden auf das Vorhaben: Die Kritik der Fraktionen, sagt Johannes Reuschen, sei beim LBM angekommen – die neue Planung findet der Bürgermeister deshalb auch „sehr ordentlich“.