Kolumne : Dat jit eng

Oh, oh: Freitagmorgen, beim Versuch, die frische Buxe um die südlichen Körperzonen zu montieren: Mist, da ist noch Weihnachtsüberhang. Grade so den Knopp zugekriegt. Dabei hatte ich doch zuletzt hoffnungsfroh den Weg der Entwampung beschritten, und ja, tatsächlich: Man passte wieder in Sachen rein, die man sich lange nicht erkühnt hatte zu tragen, wenn auch der Weg noch weit war zur ersehnt schnittigen Stromlinienhaftigkeit. Gut, aber da waren dann die ganzen Schneusereien, das herrliche, von der weitaus besseren Hälfte hergestellte Spritzgebäck, und nicht nur das, viel zu viel lag lockend herum, das ja schließlich auch fortmusste. Ich opferte mich gern und stopfte alles weg.

Jetzt also: Neuverschlankung. Es ist aber auch ... jo: vermäächt. Um noch einmal darauf zurückzukommen. Denn ich hab es jetzt amtlich, nämlich von Hermann Josef – Jupp – Fuchs, dem Dorfboss von Matzen: Alles, was wir zum Thema hier verkündeten, war korrekt. Oder, wie Jupp (mit der schönen E-Mail-Adresse „fuju@ ...“) sagt: „Absolut keine Fake News!“

Thank you, Fuju, sag ich. Zumal er auch noch mehr schickt: Über die Jugend, um die er sich ja als Ortsvorsteher von Amts wegen und aus Herzensantrieb kümmert. Und die tadele er gelegentlich im Scherz mit dem Satz: „Die Jugend von heijt woar frejer vill besser!“ Darauf antworte dann sein Freund Erni Fischer aus Bitburg („mit seinen 83 Jahren immer noch sehr jugendlich“): „Wenn die Jugend von hejt su wär, wie se freja hätt sein sollen ...“ Genau. Klasse, Männer! Da musste ich lachen, was aber wegen der Hosensituation nicht so richtig gut ging.

Ach ja, Hose: Da kam dann direkt noch was von Mosers Rosi aus Olmscheid. Sie hat nämlich ein neues Wort gelernt: „Jijer.“ Das sei der keilförmige Stoffstreifen, den man in die Hose einnähe, damit man wieder Luft hat. Sonst gehe es einem wie dem Eifeler, dem beim Bücken die Hosennaht auf voller Länge reißt: „As dir die Bux ze enk?“ Antwort: „Nä, well net mieh.“ Passt. Et jit net jerannt.

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