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Eifel-Ferienpark auf Wachstumskurs

Eifel-Ferienpark auf Wachstumskurs

Die Zahl der Bungalows im Eifel-Ferienpark in Waxweiler soll sich fast verdoppeln. Bis zu 68 neue Unterkünfte sind dort geplant. Zwei Jahre nach der Insolvenz ist der Park damit unter der neuen Führung auf klarem Wachstumskurs.

Waxweiler. Es waren wahrlich keine einfachen Bedingungen, unter denen Claudia Suringh als neue Geschäftsführerin des Eifel-Ferienparks vor fast genau zwei Jahren nach Waxweiler kam. Zwei Insolvenzverfahren hatte der Ferienpark hinter sich, die Besitzer der Bungalows waren entsprechend verunsichert. Niemand wusste so recht, wie es in Zukunft weitergehen soll.

Neustart nach Insolvenzverfahren



Im Juni 2008 schließlich übernahm die "Eifel Ferienpark Prümtal GmbH" mit einem luxemburgischen Investor den Park mit angeschlossenem Campingplatz. Das Insolvenzverfahren wurde abgeschlossen. Patrick Schnieder, damaliger Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Arzfeld, und Ortsbürgermeister Klaus Juchmes zeigten sich zuversichtlich, dass der Ferienpark endlich in eine "gute und sichere Zukunft" starten könnte.

Nach zwei Jahren sieht es so aus, als hätten sie recht behalten. Der Ferienpark ist auf Wachstumskurs. Die gesamte Fläche den Hang hinauf ist verplant, dort sollen bis zu 68 neue Bungalows entstehen. Bislang hat der Ferienpark 87 Wohneinheiten für vier bis acht Personen. Derzeit entstehen zwei neue Musterhäuser, die sich mögliche Investoren vor einem Kauf anschauen können. Diese kosten, komplett ausgestattet, ab 180 000 Euro. Vermarktet und bewirtschaftet werden sie vom Ferienpark, die Einzelheiten werden vertraglich fixiert. Gerade deswegen hatte es in der Vergangenheit zahlreiche Probleme mit den Alteigentümern gegeben, die die neuen Verträge mit der Eifel Ferienpark GmbH nicht unterschreiben wollten. "Aber das sind mittlerweile nur noch sieben, die sich weiterhin weigern", sagt Claudia Suringh. Alle anderen hätten eingelenkt und seien mittlerweile sehr zufrieden.

Mehr als 320 Anfragen für neue Bungalows



Das Investoren-Interesse an den neuen Bungalows sei sehr groß, berichtet Suringh. "Wir haben uns in den Niederlanden und in Belgien auf vielen Messen präsentiert und haben mittlerweile über 320 Anfragen." Darunter seien auch schon einige konkrete Zusagen, so dass schon bald die ersten neuen Bungalows gebaut werden. Dazu kommt ein Ponypark, bei dem Kinder für die Zeit ihres Aufenthalts ihr eigenes Pony bekommen können.

Auch die alten Unterkünfte werden derzeit renoviert und auf den aktuellen Standard gebracht. Außerdem wurde eine neue Sanitäranlage angebaut mit neuen Räumen für Kinder - "so schön, dass die Kinder jetzt freiwillig zum Zähneputzen dahingehen", sagt Suringh lachend.

Und nicht nur die Gäste honorieren die zahlreichen Verbesserungen, auch der Deutsche Tourismus-Verband hat den Ferienpark mit fünf Sternen klassifiziert. Zudem wird die Auszeichnung als zertifizierter "Eifel-Gastgeber" vorbereitet.

Mit 17 700 Übernachtungen im vergangenen Jahr ist der Ferienpark der größte Beherbergungsbetrieb in der Verbandsgemeinde Arzfeld. HINTERGRUND Der Ferienpark in Waxweiler besteht seit den 70er Jahren. Mitte der 90er Jahre begannen die Probleme. Damals zog sich die Aegon-Ferienpark-Gesellschaft aus Waxweiler zurück. Es folgten häufige Besitzerwechsel. Verschiedene Investoren und Geschäftsführer gaben sich die Klinke in die Hand, doch alle Konzepte und Ideen scheiterten. Zweimal ging es zum Insolvenzrichter. Seit 2008 führt nun Claudia Suringh die Geschäfte des Ferienparks. Im Hintergrund steht ein luxemburgischer Investor. (ch)