Eifel Zentrum der Milchwirtschaft

BLEIALF. (kth) Derzeit steht die europäische Agrarpolitik in Brüssel auf dem Prüfstand. Dabei geht es vor allem auch um die Zukunft des Milchquotensystems, insbesondere im Milch-Produktionsland Rheinland-Pfalz.

 Milchkuh Ramona aus dem Betrieb Meutes in Rommmersheim: Elf Jahre, Milchlebensleistung bisher 80 000 Liter.Foto: Kaspar Thürwächter

Milchkuh Ramona aus dem Betrieb Meutes in Rommmersheim: Elf Jahre, Milchlebensleistung bisher 80 000 Liter.Foto: Kaspar Thürwächter

Die Abgeordnete des europäischen Parlaments (MdEP), Christa Klaß (CDU), und der CDU-Kreisverband Bitburg-Prüm hatten zu einer Informationsveranstaltung über den Stand der EU-Agrarreform nach Bleialf eingeladen. Klaß zur Situation: "Das europäische Parlament bereitet zurzeit seine Stellungnahme zu den Vorschlägen der EU-Kommission über die Reform der Agrarpolitik vor. Von dieser Reform wird auch der Sektor Milch betroffen sein, der einen wesentlichen Anteil an der Einkommenssicherung der bäuerlichen Familienbetriebe in der Eifel hat." In Rheinland-Pfalz gibt es 3000 Milchviehbetriebe mit noch etwa 130 000 Milchkühen bei einem durchschnittlichen Bestand von 40 Milchkühen pro Betrieb. Dabei sind die Kreise Bitburg-Prüm und Daun die Zentren der rheinland-pfälzischen Milchwirtschaft. Dort werden 32 Prozent beziehungsweise zehn Prozent aller rheinland-pfälzischen Kühe gehalten. Dass in Rheinland-Pfalz längst ein durchgreifender Strukturwandel im Gange ist, beweisen etliche Zahlen. Von 1990 bis 2000 gaben im Durchschnitt etwa 6,6 Prozent der jeweils im Vorjahr noch erfassten Milchvieh haltenden Betriebe auf. "Noch ist es Zeit, deshalb sagen sie ihre Meinung zu der bevor stehenden Agrarreform und vor allem zur existentiellen künftigen Milchquoten-Regelung", appellierte MdEP Elisabeth Jeggle an die Landwirte. Jeggle ist zurzeit als Berichterstatterin des Europäischen Parlaments in zahlreichen EU- Ländern unterwegs. Der Landtagsabgeordnete Michael Billen (CDU) forderte, dass die derzeitige Milchquote nicht erhöht werden dürfe und über das Jahr 2008 hinaus bis 20015 verlängert werden solle. Bei der Betriebsprämie plädierte Billen für eine Prämie pro Hektar bewirtschaftete Fläche. Auch der Präsident der rheinland-pfälzischen Landwirtschaftskammer, Günther Schartz, sprach sich gegen eine Quotenerhöhung aus, ebenso wie Josef Derstapen, Hauptgeschäftsführer des Bauernverbands Rheinland-Pfalz, und der Vorsitzende des Kreisbauernverbands Bitburg-Prüm, Michael Horper.

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