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Eifeler Amtsstuben bleiben erreichbar, aber nicht persönlich

VGs, Kreisverwaltung und Jobcenter schließen die Türen : Eifeler Amtsstuben bleiben erreichbar, aber nicht persönlich

Die Verbandsgemeinden und die Kreiverwaltung Bitburg-Prüm haben ihre Verwaltungen für Publikumsverkehr geschlossen. Erreichbar bleiben sie aber per Telefon und E-Mail.

Der neue Reisepass ist da, die gelben Säcke aus, der Wohnsitz ist noch nicht um-, das Auto noch nicht angemeldet — aus den unterschiedlichsten Gründen müssen die Menschen zum Amt. In den nächsten Wochen aber wird das nicht mehr ohne weiteres möglich sein. Denn wegen des Ausbruchs des Corona-Virus schließen die Verwaltungen im Eifelkreis ihre Türen.

Das heißt nicht, dass in den Rathäusern und Amtsstubem nicht mehr gearbeitet wird. Die Büros sind weiterhin besetzt. Bürger aber dürfen erstmal nicht mehr hinein, oder nur noch nach Anmeldung.

So melden alle Eifeler Verbandsgemeinden samt ihrer Außenstellen sowie die Kreisverwaltung, dass die den Publikumsverkehr einschränken wollen. Das heißt: Persönliche Besuche bei den Behörden sollten abgesagt werden. Und Angelegenheiten mit den Beamten, sofern sie dringend sind, am Telefon oder per E-Mail geklärt werden.

 Vor verschlossenen Türen: Ins Rathaus Speicher kommt erstmal kein Bürger mehr rein. Genauso handhaben es auch die anderen Verwaltungen im Eifelkreis.
Vor verschlossenen Türen: Ins Rathaus Speicher kommt erstmal kein Bürger mehr rein. Genauso handhaben es auch die anderen Verwaltungen im Eifelkreis. Foto: TV/Christian Altmayer

Nur in Ausnahmefällen und nach Voranmeldung sind persönliche Gespräche möglich. Ältere oder kranke Menschen sollten den Verwaltungen möglichst ganz fernbleiben, warnen die Behörden.

Warum die Amtsstuben sich zu diesem Schritt verpflichtet sahen, erklärt Josef Junk, Bürgermeister der VG Bitburger Land: „Viele Menschen haben offenbar den Ernst der Lage noch nicht begriffen. In den vergangenen Tagen kamen sogar Leute noch hier vorbei, um sich die gelben Säcke abzuholen.“ Dabei gelte es jetzt doch, möglichst jeden sozialen Kontakt zu vermeiden.

Ähnlich sieht man es bei der Arbeitsagentur Trier, die jetzt verfügt hat, die Jobcenter in Prüm und Bitburg für Bürger zu schließen. „Alle persönlichen Gespräche entfallen“, heißt es in einer Pressemitteilung — in dringenden Fällen können sich Kunden anmelden. Telefonisch stehen die Ämter unter 06561/9676-72 (Bitburg) oder 06551/952772 (Prüm) zur Verfügung.

Wer Termine beim Arbeitsamt erpasst, muss sonst mit Kürzungen der Sozialhilfe-Bezüge rechnen. In Zeiten von Corona aber stehen solche Sanktionen nicht zu befürchten, heißt es. Termine müssen nicht abgesagt werden. Wer dennoch Unterlagen einreichen muss, kann diese in die Hausbriefkästen einwerfen, die täglich geleert werden.