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Eifeler helfen ukrainischen Flüchtlingen

Hilfsaktion : Von der Ukraine nach Watzerath

45 ukrainische Flüchtlinge sind kürzlich nach 18-stündiger Fahrt in der Eifel angekommen dank des Engagements der Initiative „Gemeinsam Helfen – Eifel-Prüm“

(red) Nach mehr als 18 Stunden Fahrt sind kürzlich 45 ukrainische Flüchtlinge in Watzerath angekommen. Dank des Engagements von Bürgern des Eifelkreises, die  unter dem Namen „Gemeinsam Helfen – Eifel-Prüm“ agiert. Darunter ist auch Wolfgang Bormann, der mit seinem Team und vielen Unterstützern bereits einige Transporte mit Hilfsgütern in das Kriegsgebiet organisiert  hat.

Unter den Ankommenden war die jüngste gerade mal drei Monate und die älteste Erwachsene fast 90 Jahre. Nach einem Corona-Test war der Empfang im neuen Bürgerhaus  herzlich und emotional. Die Helferinnen und Helfer, aber auch die Gastfamilien hatten alles dafür getan, dass sich die Flüchtlinge nach den Strapazen wohlfühlen.

Die Jugendfeuerwehr Weinsheim-Schwirzheim hatte im Vorfeld Spielsachen gesammelt und konnte jedem Kind eine Freude machen. Die Geflüchteten berichteten über schreckliche Erlebnisse mitten aus den Konfliktzonen der Ukraine.

„Uns ist es wichtig, dass alle Flüchtlinge auch direkt bei Gastfamilien unterkommen und wir die vorübergehenden Gäste aus den Kriegsgebieten auch weiterhin unterstützen“, so Wolfgang Bormann.

Der Unternehmer aus Prüm legt großer Wert darauf, dass die Menschen die hier angekommen sind, nicht allein gelassen werden, dass sie unterstützt werden bei Behördengängen oder beim Einkauf.  „Die Kriegsflüchtlinge müssen mit integriert werden“, betont Wolfang Bormann.

Ein Beispiel dafür findet man in Bickendorf, wo man in den Reihen der Aktiven des Projektchores neue Sängerinnen aus der Ukraine findet. „Eine wahre Bereicherung für unseren Chor“, so beschreibt es Chorleiterin Dorothea Schönhofen.

Davon konnten sich zahlreiche Gäste beim Frühlingskonzert des Projektchores in der Nimstalgemeinde überzeugen, als Anna Kurylenko als Solistin ukrainische Lieder vortrug.

Die Hilfsbereitschaft ist im Allgemeinen sehr groß, so die Einschätzung der Helfer.

Die Schulgemeinschaft der Astrid-Lindgren-Schule aus Prüm spendete 800 Euro und auch die Kommunionkinder spendeten 500 Euro. Beide Aktionen kamen beim Waffelverkauf zusammen.

In Prüm hat diese Woche, dank der Unterstützung der Firma Tesla, aber auch der Mithilfe der Gastfamilien und vieler Unterstützer ein Deutschkurs mit über 60 ukrainischen Flüchtlingen begonnen. Auch in Bickendorf findet wöchentlich ein Sprachkurs mit 25 Teilnehmern statt.

Der Förderverein „Bickendorf hilft“  organisiert derzeit die entsprechenden Lern-und Buchmaterialien. Der Verein ist derzeit auch dabei, an den Ostertagen einen deutsch-ukrainischen Begegnungstag zu veranstalten.

 Wolfgang Bormann (Vierter von links, stehend) begrüßt die ukrainischen Flüchtlinge in Watzerath.
Wolfgang Bormann (Vierter von links, stehend) begrüßt die ukrainischen Flüchtlinge in Watzerath. Foto: Willi Kootz

Es werden weiterhin Sach- und Geldspenden benötigt.
Weitere Informationen sind unter der Mobilnummer 0170/9969889 erhältlich.