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Eifeler Holz für französische Fässer

Eifeler Holz für französische Fässer

Fasseichen aus der Eifel sind gefragt. Sie werden nach Frankreich exportiert, wo Fassdauben für Weinfässer hergestellt werden. Viele dieser Fässer werden weltweit exportiert werden. Bei einem Projekt, an dem sieben Privatwaldbesitzer Fasseiche verkauften, wurden gute Erlöse erzielt. Dies teilt die Eifel Wald und Holz Management GmbH (EWH) in Bitburg mit.

Bitburg/Prüm. (red) Die meisten Laubwälder befinden sich im südlichen Kreisgebiet. Diese Wälder bedürfen nach Auffassung der Eifel Wald und Holz Management GmbH (EWH) vielfach dringend einer Durchforstung. Exemplarisch hat man daher einen Versuch gestartet, um herauszufinden, welche Ergebnisse erzielbar sind. Sieben Privatwaldbesitzer nahmen daran teil. Die Erwartungen wurden bei weitem übertroffen, obwohl nur ein Teil des jährlichen Zuwachses genutzt wurde. Dazu sagt der Geschäftsführer der EWH, Elmar Franzen: "Mit Unterstützung des stellvertretenden Forstamtsleiters Karl Heinz-Heyne aus Bitburg und den Privatwaldbetreuern wurde der Versuch erfolgreich durchgeführt. Somit konnte die EWH für die Privatwaldbesitzer 92 Festmeter Fasseichen für 41 000 Euro bei einem Durchschnittspreis von 445 Euro je Festmeter verkaufen."Der Verkauf von Fasseichen ist die optimale Vermarktung von qualitativ hochwertigem und stärker besplittertem Eichen-Stammholz, wobei ein Mittendurchmesser von 35 Zentimeter ist. Weitere Voraussetzungen sind gradwüchsige Stammform, kein Drehwuchs und keine Äste. Ein gleichmäßiger Jahresringaufbau ist ein weiteres Qualitätsmerkmal. Wenn es die Preisverhältnisse im Winterhalbjahr erlauben, will die EWH wieder auf diese Form der Vermarktung zurückgreifen. ExtraEWH: Da der Waldbauverein Bitburg nicht nur ein reiner Interessenverband ist, sondern sich auch als Dienstleister für private Waldbesitzer versteht, wurde für den Bereich Dienstleistungen die Eifel-Wald und Holz Management GmbH (EWH) mit dem Waldbauverein als einzigem Gesellschafter gegründet. "Unsere wirtschaftlichen Aktivitäten sind in Zukunft ausschließlich Sache der EWH", betonte Kohnen. "Sie ist für alle Waldbesitzer da, nicht nur für Mitglieder des Waldbauvereins Bitburg." EWH-Geschäftsführer ist Diplom-Volkswirt Elmar Franzen. Im Jahr 2006 wurden aus dem Privatwald im Bereich des Waldbauvereins Bitburg etwa 36 000 Festmeter Holz vermarktet. Der Gesamterlös betrug 1 ,44 Millionen Euro.