Eifeler Holz im Mittelmeerraum

Eine Eifeler Fichte - einst stolzer Baum im rauen Westwind, hat sich auf ihren "Altersruhesitz" auf die Trauminsel der Deutschen zurückgezogen.

Sellerich. (red) In Badia Blava im Südwesten von Mallorca schmückt sie heute als Carport in handwerklich ausgefeilter Konstruktion das Anwesen des deutschen Zimmermeisters Norbert Marquard. Der "Wahl-Mallorquiner" und der Sellericher Unternehmer Hermann Zahnen sind seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden.

"Norbert Marquard war viele Jahre lang mein Arbeitskollege. Nachdem ich mich selbstständig gemacht habe, war er viele Jahre mein Kunde, und er ist vor allem seit ganz vielen Jahren mein Freund", erzählt Zimmermeister Zahnen. Marquard hat sich vor acht Jahren auf die Insel zurückgezogen, ohne das Interesse an seinem Beruf jemals verloren zu haben. Zusammen mit einem weiteren Deutschen arbeitet er auf den Balearen in seinem Beruf. Holz ist dort Mangelware und deshalb ein begehrtes Importmaterial.

"Im digitalen Zeitalter kein Problem"



Zusammen mit dem Zimmerei-Unternehmen aus Sellerich wird Marquard künftig Eifeler Konstruktionen auf der Insel anbieten. "Im digitalen Zeitalter kein Problem", erklärt Zahnen. Marquard wird vor Ort die Aufmaße machen und die gewünschten Konstruktionen skizzieren. In Sellerich wird aus der groben Skizze eine detaillierte Ausführungszeichnung geplant. Bei Vergabe wird der Auftrag auf modernen Abbund-Anlagen CNC-gesteuert zugeschnitten. Mit LKW erfolgt der Abtransport des Holzes nach Mallorca.