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Eifelführer auf Nachwuchs-Suche

Eifelführer auf Nachwuchs-Suche

Der Bedarf an qualifizierten Gästeführern für die Region von Prüm über Bitburg bis in die Moseleifel steigt. Die VHS Prüm reagiert in Kooperation mit der VHS Bitburg darauf mit einem Gästeführerseminar, das im März beginnt. Im Abendkurs einmal pro Woche über sechs Monate kann man sich zum/zur "Gästeführer/in Eifel" ausbilden lassen.

Prüm. (kf) "Dem Auge vertrauen wie dem Wort", lautet Marita Mosebach-Amrheins Motto. Als langjährige "Gästeführerin Eifel" erzählt sie Besuchern nicht nur Geschichten und Geschichtliches, sondern lehrt auch, genau hinzuschauen. Denn es gibt einiges zu sehen in der Eifel. Weil die Region touristisch zunehmend erschlossen wird, benötigten die professionell tätigen Gästeführer Verstärkung, heißt es vom Gästeführerverein.

Die Volkshochschule (VHS) Prüm hat in Zusammenarbeit mit der VHS Bitburg darauf mit der Organisation eines von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier zertifizierten Gästeführerseminars reagiert, das im März startet. Neben den allgemeinen Eifel-Themen soll vor allem die Südeifel ab Prüm über Bitburg und Irrel bis Wittlich mit der Moseleifel im Mittelpunkt stehen. Die Ausbildung vermittelt allen Interessierten, die haupt- oder nebenberuflich Gäste durch die Region führen wollen, die Grundlagen.

Zielgruppe sind alle von der Volljährigkeit bis ins rüstige Alter. "Das Gästeführerseminar ist auch für diejenigen interessant, die schon als Gästeführer tätig sind", meint Kursleiterin Marita Mosebach-Amrhein.

Durch die abschließende Prüfung bei der IHK Trier erhalten die Teilnehmer eine anerkannte Qualifikation. "Das Besondere an diesem Kurs ist, dass er bereits nach den neuen EU-Normen umgesetzt wird", wirbt Kursleiter Achim Herf. Mit Hilfe vertiefender Aufbaukurse kann im Anschluss das EU-Zertifikat erworben werden, das den Status einer international anerkannten Berufsausbildung verleiht.

In den Abendkursen, die jeden Dienstag von 18 bis 21 Uhr in den Räumen der VHS Bitburg stattfinden, wird beispielsweise im Modul Geologie nicht nur erklärt, warum es im Arensberg-Vulkan Marmor gibt, oder im Architektur teil, warum der Barock hier strenger ist als der beschwingt-blumige Stil süddeutscher Prägung. Gelehrt werden auch Kommunikations-, Präsentations- und Führungstechniken sowie rechtliche Grundlagen.

Nach 146 Unterrichtsstunden mit mindestens fünf Exkursionen können die Ausgebildeten ihre Gäste damit überraschen, dass der Marmor bei Zilsdorf "ein durch Hitze des aufsteigenden Magmas überprägter Kalkstein des durchschlagenden Deckgebirges ist", der Barock von der, unter österreichischer Herrschaft neu gebauten Abtei Echternach beeinflusst ist und Spannendes über Geschichte, Kunstgeschichte, Flora und Fauna der sehenswerten Eifel erzählen.

Ein Informationsabend über den Kurs, der 580 Euro, plus Exkursions- und 100 Euro IHK-Prüfungsgebühr kostet, findet am 3. Februar um 18 Uhr in Bitburg in der Edith-Stein-Hauptschule statt.