Eifelkreis Bitburg-Prüm: Ausbau der Landesstraße 30 verzögert sich

Eifelkreis Bitburg-Prüm: Ausbau der Landesstraße 30 verzögert sich

Die lädierte Landesstraße 30 zwischen Fleringen und der Einmündung der Bundesstraße 410 soll noch etwas aufwendiger ausgebaut werden als zunächst vorgesehen. Allerdings verzögert eine Grundstücksfrage den Beginn.

Schlechte Nachricht, gute Nachricht - zumindest aus Sicht der Fleringer und aller Autofahrer, die dort unterwegs sind: Das Rumpeln auf der L 30 geht nämlich noch eine Zeit lang weiter. Die Straße zwischen dem Ortsausgang und der Kreuzung zur B 410 wird wohl noch ein paar Schäden mehr hinnehmen müssen, bis sie ausgebaut wird.
Denn ein Landwirt aus der Gemeinde will vorerst keine Flächen für das Vorhaben abgeben (der TV berichtete). Dabei geht es vor allem um die Ecke an der B 410: Der spitze Einfahrtwinkel aus Richtung Prüm soll entschärft werden, die Einmündung aus Richtung Gerolstein eine Abbiegespur erhalten.
Bisher konnte sich aber der Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Gerolstein mit dem Landwirt nicht einigen. Laut TV-Informationen geht es dabei nicht um Geld: Der Landwirt (er war telefonisch nicht zu erreichen) wünscht sich offenbar an der Kreuzung einen Kreisverkehr, ansonsten will er keine Flächen hergeben - trotz der Aussicht, infolge der geänderten Kreuzung einen Flächenstreifen per Tausch hinzuzugewinnen.
Eine schnelle Einigung zeichnet sich nicht ab: Wie Simone Schäfer mitteilt, die das Projekt beim LBM betreut, werde man nun in ein förmliches Baurechtsverfahren eintreten, bei der Planfeststellungsbehörde in Koblenz. Sofern von dort das Baurecht erteilt werde, könne im nächsten Schritt eine Enteignung stehen. Das alles dürfte sich noch etwas hinziehen: "Aber wir haben nicht die Absicht, dass es Jahre dauert."
Und nun die bessere Nachricht. Wenn es zum Ausbau kommt, wird dieser noch ein wenig üppiger als zunächst vorgesehen.

Erste Planänderung: Der LBM hat den aus Richtung Weinsheim kommenden Radweg in die Planung mitaufgenommen. Dieser kreuzt vor Fleringen die B 410 - und er soll im Anschluss über etwa 100 Meter parallel zur L 30 (anstatt wie bisher darüber) verlaufen, bevor er in Richtung Rommersheim abzweigt. Auch eine Überquerungshilfe für die Radfahrer auf der B 410 ist vorgesehen.

Zweite Planänderung: Die Landesstraße wird nicht nur bis zur Abzweigung der K 170 nach Rommersheim ausgebaut, sondern bis zum Neubaugebiet Johannispeisch am Ortseingang von Fleringen. "Dadurch gewinnen wir 200 Meter", freut sich Ortsbürgermeister Lothar Lamberty.
Auch der Gemeindechef hofft darauf, dass der Ausbau nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt, auch wenn er sich keine allzu großen Illusionen dabei macht. "Ich gehe davon aus, dass wir vielleicht in sechs bis acht Monaten Baurecht haben. Dann ist schon bald wieder Herbst, so dass sich alles vielleicht ins übernächste Jahr zieht."
Trotzdem sieht er auch die Vorteile: Das Vorhaben sei in zwei Punkten wesentlich aufgewertet worden, sagt Lothar Lamberty. "Das ist der einzige Trost - es wird besser als erwartet."Extra

Der geplante Ausbau der Rumpelstrecke vor Fleringen wird aufwendiger - und ein wenig teurer als vorgesehen. Simone Schäfer vom LBM geht aber von einer "unwesentlichen" Kostensteigerung aus, die aktuellen Zahlen sind noch nicht errechnet. Insgesamt ist das Vorhaben bisher mit 750 000 Euro kalkuliert. Das Land bezahlt davon 600 000 Euro; der Bund übernimmt den Kostenanteil für die neue Einmündung von der B 410 (150 000 Euro). fpl

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