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Eifelkreis macht weiteren Schritt zur „Smart City“

„SharedEco“ steht jetzt für Firmen zur Verfügung : Eifelkreis macht weiteren Schritt zur „Smart City“

Der Zuschlag ist erteilt und eine neue Plattform für Unternehmen online. So geht es weiter mit der Digitalisierung in der Eifel.

Jetzt ist es amtlich: Der Eifelkreis bekommt rund 15 Millionen Euro für die Umsetzung einer kommunalen Digitalstrategie. „Wir haben den Zuschlag“, sagt der dafür zuständige Verwaltungsmitarbeiter Thomas Hoor in der Sitzung des Ausschusses für Kreisentwicklung und Umweltschutz am Mittwochnachmittag.

Rund 2,5 Millionen stehen allein für die ersten beiden Jahre als „Smart City“, so der Name des hochdotierten Bundeswettbewerbs, schon zur Verfügung.

Bis es so richtig losgehen kann, mit der Entwicklung von Projekten, wird aber wohl noch eine Zeit ins Land gehen. Denn die Anwerbung von Spezialisten, Technik und Büros geht nicht von heute auf morgen. Zudem müssten noch Digitalisierungsbeauftragte bei der Verwaltung gefunden werden. Hoor rechnet daher damit, dass „wir erst im zweiten Quartal des nächsten Jahres so richtig inhaltlich starten können“.

Erste Schritte in Richtung Digitalisierung hat der Kreis aber bereits vor einigen Monaten zusammen mit der „Toyota Mobility Stiftung“ unternommen. Seit Juli schon ist unter der Homepage „Eifelkreisverbindet.de“ die Plattform „Lokalhelfer“ zu erreichen (der TV berichtete mehrfach). Dort finden Eifeler Bürger kostenlos ehrenamtliche Helfer in der Nachbarschaft.

Jüngst kam nun aber noch das Modul„SharedEco“ auf der Website hinzu. Das Portal soll den Austausch und die Vernetzung regionaler Unternehmen fördern. Konkret sieht das so aus, dass Firmen hier ihre freien Ressourcen wie Personal, Maschinen oder Fahrzeuge anbieten sollen. Damit andere Betriebe aus der Nähe darauf zugreifen können.

„Mit der Live-Schaltung des SharedECO setzen wir einen weiteren Baustein unserer Digitalisierungsstrategie um und richten uns gezielt an die Wirtschaft“, sagt dazu Landrat Joachim Streit: „Mein Appell an die Betriebe: Nutzen Sie das kostenlose Vernetzungsangebot und stellen Sie freie Kapazitäten Ihres Unternehmens auf.“

Ein Blick auf die Homepage zeigt, dass diesem Aufruf bislang zwar nur wenige Firmen, wie etwa das Unternehmen Zahnen aus Arzfeld oder Jansen Technology aus Weinsheim gefolgt sind. Allerdings ist sie auch erst seit zwei Wochen online.

Und wenn die Plattform sich aber so dynamisch entwickelt wie die Seite „Lokalhelfer“ ist mit einem rasanten Anstieg der Nutzerzahlen zu rechnen. Sind dort doch inzwischen rund 60 Personen registriert. Oder wie die zuständige Mitarbeiterin Christiane Ney es im Kreisentwicklungsausschuss ausdrückt: „Das ist eine gute Sache. Und sie läuft.“

Mit der Zeit soll „eifelkreisverbindet“ möglicherweise noch um weitere Portale ergänzt werden. Ein eigenes Eifeler Immobilienportal, eine Übersicht über Bildungsangebote oder ein digitaler Marktplatz für regionale Unternehmen wären etwa denkbar.

Ebenso in Arbeit ist die App „landSMARTmobil“. Eine interaktive Karte, die Überblick über sämtliche Verbindungen im Öffentlichen Nahverkehr geben soll.