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Eifelkreis will den Internetausbau für alle 235 Gemeinden in der Eifel übernehmen

Eifelkreis will den Internetausbau für alle 235 Gemeinden in der Eifel übernehmen

Mit der Verbandsgemeinde Speicher hat am Montag die letzte der fünf Verbandsgemeinden des Eifelkreises zugestimmt, den weiteren Internetausbau in die Hände des Eifelkreises abzugeben. Auch der Bitburger Stadtrat hat sein Interesse dafür bekundet.

Auf einer Konferenz wollen die VG-Bürgermeister sowie Landrat Joachim Streit und Bürgermeister Joachim Kandels dazu am Mittwoch, 8. Juni, einen Vertrag unterzeichnen.

Damit beauftragen die Kommunen den Eifelkreis, das Projekt Hochgeschwindigkeitsnetz im Kreisgebiet zu realiseren. Der Eifelkreis will den Internetausbau für alle 235 Gemeinden in einer Maßnahme noch in diesem Jahr ausschreiben. Helmut Berscheid, Amtsleiter des Kreisentwicklungsamts, erklärt: "Wir fordern dann für 85 Prozent der Haushalte eine Übertragungsrate von mindestens 50 Megabit pro Sekunde und für mindestens 95 Prozent der Anschlüsse eine Geschwindigkeit von mindestens 30 Megabit."

Die durchschnittliche Übertragungsgeschwindigkeit im Eifelkreis betrage derzeit etwa zehn Megabit pro Sekunde, sagt Berscheid. "Wir rechnen mit Kosten in Höhe von 25 Millionen Euro und einer Förderquote von knapp 90 Prozent."
Bislang lag die Zuständigkeit für den Netzausbau allein in den Händen der Ortsgemeinden und wurde allenfalls im Verbund weniger Gemeinden vorangetrieben. Mit dem Alleingang soll dann endgültig Schluss sein. Die kreisweite Ausschreibung soll Kosten sparen und den Netzausbau schneller voranbringen.