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Eifelkreis will mehr Expertise für den  Klimaschutz

Politik : Eifelkreis will mehr Expertise für den  Klimaschutz

Der Kreistag fordert für die kreiseigenen Liegenschaften ein systematisches klimaneutrales Energiemanagement. Ein  Antrag dazu wurde einstimmig angenommen.

(uhe) Bis 2030 sollen alle eigenen Liegenschaften klimaneutral sein. Dieses Ziel hat sich der Eifelkreis gesetzt.  Dafür sollen drei Klimaschutzbeauftragte eingestellt werden, die auch den Verbandsgemeinden und deren Ortsgemeinden sowie der Stadt Bitburg zur Verfügung stehen sollen.  Die Kreisverwaltung hat dazu bereits eine Stellenausschreibung laufen, in der das Tätigkeitsfeld der zukünftigen Klimaschutzbeauftragten weitgehend definiert wurde. Zu den Aufgaben zählen die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes, die Erarbeitung von Strategien und die Erstellung eines Katalogs für Klimaschutzmaßnahmen. Ende 2020 endet die Bewerbungsfrist, starten sollen die Beschäftigungsverhältnisse so schnell wie möglich.

Im Kreistag scheint das jedoch der Mehrheit entweder nicht auszureichen oder nicht schnell genug zu gehen. Zumindest erweckt diesen Eindruck der Antrag, den die Fraktionen von CDU, FWG und Grünen in der jüngsten Kreistagssitzung eingereicht haben. Darin wird die Verwaltung dazu aufgefordert, „zur Einführung eines systematischen klimaneutralen Energiemanagements für die kreiseigenen Liegenschaften und Einrichtungen die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit den Kommunalen Netzen Eifel (KNE) zu prüfen“. Begründet wird dies damit, dass „im Rahmen eines integrierten Klimaschutzkonzeptes der Bewirtschaftung der kreiseigenen Liegenschaften und Einrichtungen besondere Priorität eingeräumt werden“ sollte. „Aufgrund der Komplexität der Aufgabenstellung an der Schnittstelle zur Digitalisierung bedarf es externen Sachverstandes und Erfahrung auf Basis bereits erfolgter, eigener Umsetzung“, heißt es in dem Antrag. Da die Kommunalen Netze Eifel auf diesen Aufgabenfeldern über „eine hohe Expertise durch eigene Projekte“ verfügten und der Kreis an dieser Einrichtung zu 75 beteiligt sei, wird seitens der Antragsteller die Prüfung einer möglichen Übertragung der Aufgabe an die KNE angeregt.

Im Kreistag wird dieser Antrag  einstimmig beschlossen. Die Verwaltung soll nun also die Möglichkeit einer Zusammenarbeit prüfen, damit über das Ergebnis in der kommenden Sitzung des Arbeitskreises Klimaschutz beraten werden kann.