Rezept gegen den Medizinermangel in der Eifel Eifelkreis erwägt Stipendien für Medizinstudenten

Bitburg-Prüm · Der Eifelkreis geht einen ungewöhnlichen Weg zur Anwerbung von Landärzten. Die Kommune plant nämlich, Medizinstudenten mit Stipendien in die Eifel zu locken. Die konkrete Idee ist, angehenden Ärzten einen begehrten Studienplatz zu besorgen.

 Landärzte werden weiter dringend gesucht.

Landärzte werden weiter dringend gesucht.

Foto: dpa/Oliver Berg

Und sie im Gegenzug für eine Niederlassung rund um Bitburg und Prüm zu verpflichten.

Helfen könnten dabei Beratungsfirmen wie StudiMed. Das Kölner Unternehmen ist darauf spezialisiert, deutsche Medizinstudenten an ausländischen Universitäten unterzubringen und beim Studium zu begleiten.

Dieses Angebot hat Geschäftsführer Hendrik Loll in der vergangenen Sitzung des Kreisentwicklungsausschusses vorgestellt. Bei der anschließenden nicht-öffentlichen Diskussion sei StudiMed aber erst mal nicht beauftragt worden, heißt es bei der Verwaltung auf Anfrage unserer Zeitung. Eine Entscheidung über die Zusammenarbeit mit einem konkreten Dienstleister werde später getroffen.

Dass man die Sache aber weiterverfolgen will  — darüber herrscht Einigkeit. Auf Beschluss des Kreisentwicklungsausschusses sollen nun zunächst zwei Kandidaten für Stipendien gesucht werden, um Erfahrungen mit dem Modell zu sammeln.

Dass der Bedarf an Ärzten in den nächsten Jahren im Eifelkreis steigen wird, ist abzusehen. Die Kassenärzliche Vereinigung prognostiziert, dass bis 2023 25 Hausärzte  und 39 Fachärzte  ihre Kittel an den Nagel hängen dürften, weil sie das Rentenalter erreichen. Das wären mehr als die Hälfte der Mediziner im Kreis.

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