| 20:33 Uhr

Eifelquerbahn

Zur Diskussion um die Reaktivierung der Eifelquerbahn meint dieser Leser:

Ich bin von auswärts gerne in die Vulkaneifel gekommen, um mit den Schienenbussen die Eifelquerbahn zu bereisen. Dabei habe ich mich gefragt, warum nicht längst wieder Regelverkehr stattfindet. Das Land Rheinland-Pfalz soll endlich alles auf eine Karte setzen und die Wiederherstellung ganzer Netze kräftig voranbringen! Es wird Zeit, dass großen Worten auch große Taten folgen! Im Straßenbau könnte dafür die nächsten Jahre eingespart werden. Eine stündliche Verbindung auf einer zeitgemäß ausgebauten Eifelquerbahn würde den größtmöglichen Nutzen aus dem bestehenden Verkehrsweg herausholen. Denn die Bedeutung des Verkehrsträgers Schiene wird wegen knapper werdender Treibstoffe und weniger Bürgern, die einen eigenen PKW nutzen können, noch zunehmen. Zudem ist zu untersuchen, inwieweit die Eifelquerbahn als Ausweichstrecke für Mittelstrecken-Güterzüge im Umkreis geeignet ist. Warum nicht vorhandene Trassen nutzen, wenn manche Hauptstrecke kaum noch Verkehr ohne Ausbaumaßnahmen aufnehmen kann? Deren aufwendiger Ausbau ist sicherlich teurer als Zweigstrecken als Ergänzung wieder in Betrieb zu nehmen. Umsonst ist der Ausbau nicht zu haben. Aber verglichen mit Straßenbauvorhaben im Umkreis ist der Ausbau der Eifelquerbahn doch kostengünstig. Die Politik vor Ort ist gut beraten, den möglichen Nutzen der Strecke für die Zukunft richtig zu erkennen und entsprechend zu handeln. Längerfristig bietet sich der Wiederaufbau der Strecken von Koblenz über Ochtendung nach Mayen und von Daun nach Wittlich an, um das Schienennetz im Raum Eifel/Mosel noch leistungsfähiger zu machen. Das wird auch der Abwanderung der Bevölkerung in Städte entgegenwirken und den mittleren und größeren Städten im Umkreis im Straßenverkehr Entlastung bringen. Alexander Dietz, Gummersbach