Eifelverein ringt um Existenz

Eifelverein ringt um Existenz

Kein Nachwuchs in Jünkerath: Nach 113 Jahren droht die Auflösung des Vereines.

Jünkerath (red) Der Jünkerather Eifelverein hat 200 Mitglieder - 50 von ihnen waren zur Jahreshauptversammlung ins Stammlokal Schmengler-Bohlen gekommen. Rückblick, Berichte und Vorstandsentlastung gingen rasch über die Bühne - aber danach gelangte man zum bestimmenden Thema: den Vorstandsneuwahlen. Mia Linssen, die das Amt der Vorsitzenden 2012 übernommen hatte, stand nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung. Und weil Margret Stabel (zweite Vorsitzende) , Martin Schöddert (Schatzmeister) und Eric Meeuwsen (Wanderwart) ebenfalls nicht mehr kandidierten, galt es, den gesamten engeren Vorstand neu zu wählen. Allerdings fand sich niemand, der dafür bereit gestanden hätte - und Mia Linssen sah sich am Ende der ergebnislosen Diskussion dazu gezwungen, den Mitgliedern den weiteren Ablauf des Geschehens zu erläutern: Sie werde nun dem Amtsgericht fürs Vereinsregister mitteilen, dass ein satzungsmäßiger Vorstand nicht mehr amtiere. Das Gericht wird daher voraussichtlich ein Mitglied aus dem alten Vorstand bestimmen, das dann die Auflösung des Vereins zu organisieren hat. Die Auflösungsversammlung findet Freitag, 9. Juni, 19 Uhr, im Lokal Schmengler-Bohlen statt.
Sollte nun die dritte Krise wirklich das "Aus" für den Verein bedeuten? Man sucht nun noch einmal Engagierte, die die Auflösung abwenden. Immerhin: Alle anderen Mitglieder des erweiterten Vorstands möchten weitermachen.Extra: SO ENTWICKELTE SICH DER VEREIN


Gegründet wurde er unter dem Namen "Verschönerungsverein Jünkerath" im Jahr 1904. 1989 brachte Willi Krings, bis 1991 Eifelvereinsvorsitzender, eine Chronik der Ortsgruppe zu Papier, die 1989 auch in der großen Jünkerath-Chronik der Ortsgemeinde veröffentlicht wurde.

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