Eifler Bildhauerin entwirft Osterkerzenhalter für Kyllburger Stiftskirche

Glaube und Kunst : Eifler Bildhauerin Esther Wiswe entwirft Osterkerzenhalter für Kyllburger Stiftskirche

Dechant Klaus Bender hat den neuen Osterkerzenleuchter der Künstlerin Esther Wiswe der Kyllburger Stiftskirche geweiht.

Schön ist der neue Osterkerzenleuchter geworden. Darin sind sich die Gläubigen einig. In der Kyllburger Stiftskirche scharen sie sich nach dem Gottesdienst um das Prunkstück und bewundern es mitten in der Kirche. In Erwartung des neuen liturgischen Ausstattungsstücks wurden hier bereits vor etwa einem Jahr Kirchenbänke entfernt und das Taufbecken aus dem Altarraum dort platziert. Nun bildeten der neue Kerzenständer und das altehrwürdige Becken eine Linie mit dem Kruzifix aus dem 13. Jahrhundert, sagt Dechant Klaus Bender.

In seiner Predigt erklärt er, dass der Brauch einer besonders großen, mit Kreuz und Christussymbolen geschmückten Osterkerze Ende des vierten Jahrhunderts aufgekommen sei und dass ihre Funktion weit über das Lichtspenden hinaus reiche. Entsprechend werde auch der Gestaltung des Leuchters häufig besondere Aufmerksamkeit gewidmet. In diesem Sinne habe die Künstlerin Esther Wiswe (siehe Info) etwas Eindrucksvolles geschaffen, sagt der Dechant.

Der Kerzenleuchter besteht aus Udelfangener Sandstein und ist anderthalb Meter hoch. In den 70 mal 70 Zentimeter messenden Fuß sind als Symbole der vier Evangelisten ein Mensch (für Matthäus), ein Löwe (für Markus), ein Stier (für Lukas) und ein Adler (für Johannes) gehauen. Nach oben hin hat der Leuchter eine gleichermaßen schlichte wie kraftvolle Gestalt. Die Kerze darauf wird in der Osternacht an gesegnetem Feuer entzündet; sie brennt während der Gottesdienste in der Osterzeit und bei Begräbnismessen; und an ihr werden die Kerzen der Neugetauften entzündet.

Finanziert wurde das neue Ausstattungsstück vom Förderverein „Freunde der Stiftskirche Kyllburg“. Er sei sehr zufrieden mit Esther Wiswes Arbeit , sagt der Vereinsvorsitzende Klaus Metzen (Kyllburg). Der 2005 gegründete Verein mit etwa 80 Mitgliedern widme sich im Besonderen der Verschönerung der Stiftskirche, erklärt er. So seien bisher unter anderem die gotische Kanzel und die Kyllburger Madonna auf Kosten des Vereins restauriert worden.

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