Ein Blick nach Roth

Das Obere Ourtal ist ein Wanderparadies im Herzen Europas. Und mittendrin - reizvoll am Rande der Schneeeifel auf etwa sechshundert Metern Höhe - liegt die Gemeinde Roth mit den Ortsteilen Kobscheid, Siedlung Mooshaus und Schneifelforsthaus.

Roths einladendes Erscheinungsbild verdankt die Gemeinde umsichtiger und zukunftsorientierter Ortsplanung. "Eifeltypisches Dorfambiente und den Reiz des ländlichen Raumes erhalten, ohne an den Errungenschaften der Moderne vorbeizugehen". Das Rother Modell hat sich bewährt. Nach erfreulichen Anfängen geht es insbesondere um die weitere Intensivierung des Tourismus. Die Chancen der etwa fünfhundert Einwohner zählenden Gemeinde stehen gut. "Von Holland sind es rund hundert Kilometer, von Luxemburg nur fünfzig und der eine Kilometer nach Belgien ist ein herrlicher Spaziergang", sagt Ortsbürgermeister Michael Brodel. Deutsche Besucher kämen vornehmlich aus Rheinland-Pfalz, dem nahe gelegenen Nordrhein-Westfalen sowie aus dem Ballungsgebiet um Köln. Und weil die Eifel neben landschaftlicher Schönheit und hervorragender Gastronomie längst auch die entsprechende Infrastruktur bietet, erfreut sie sich vor allem als Naherholungsziel zunehmender Beliebtheit. Im riesigen Wandergebiet rund um Roth finden Naturfreunde nahezu alles, was das Herz begehrt. In Roth selbst gibt es bereits zahlreiche Ferienwohnungen, das Hotel-Restaurant Mooshaus und zwei Gaststätten. Zwar haben auch hier Tante Emma- und ähnliche Läden dicht gemacht, aber ein schneller und zuverlässiger mobiler Service versorgt Touristen, Einheimische und ältere, behinderte Menschen mit fast allen Artikeln des täglichen Bedarfs. "Besser als in manchen Stadtbezirken", meint der Ortsbürgermeister. Gleiches gilt für die ärztliche Betreuung. Einmal wöchentlich ist Sprechstunde im Gemeindehaus. Ein Apothekenservice bringt den Patienten die Medikamente pünktlich ins Haus. Bei Notfällen, speziell akutem Herzversagen, kann ein gemeindeeigener Defibrillator Leben retten. Der Ortsname "Roth" geht auf mittelalterliche Rodungen zurück und wird um das Jahr 1000 erstmals erwähnt.

Breit gefächertes Dorfleben



Ob Feuerwehr, Sportverein, Musikverein, Kirchenchor, Angelverein, Reitersportverein, Frauengemeinschaft, Gymnastikgruppe, Tanzgruppe für Ältere und Junggebliebene oder kartenspielende Senioren - irgendwo ist immer was los. Traditionsveranstaltungen sind das Patronatsfest des Heiligen Sebastian und der drei Heiligen Ärzte, Marius, Audifax und Abercon, am 19. und 20. Januar, die Fronleichnamsprozession und die Rother Kirmes, immer am 2. Sonntag im Juni. Seit fast 30 Jahren gibt es die Reiterspiele. Derweil wird in Roth nicht nur gefeiert. Erst kürzlich wurde das innerörtliche Straßennetz und die Kanalisation gründlich erneuert. Seit jeher stand die Waldwirtschaft im Mittelpunkt. Es gibt neun landwirtschaftliche Vollerwerbs-Betriebe. Zahlreiche mittelständische Gewerbebetriebe im Bereich Handel Handwerk und Dienstleistungen haben sich dazugesellt.

"Ich bin stolz auf Roth. Es ist mir ans Herz gewachsen", sagt Bürgermeister Michael Brodel. Stolz ist er auch, weil er als letzter Rother noch zu Hause im Dorf und nicht irgendwo außerhalb in einem Krankenhaus das Licht der Welt erblickte.