Ein Brückenheiliger schützt den Weg über die Irsen in Irrhausen

Ein Brückenheiliger schützt den Weg über die Irsen in Irrhausen

Irrhausen bekommt eine Statue des heiligen Johannes von Nepomuk für die Brücke über die Irsen. Die Sandsteinstatue des Künstlers Peter Weiland, die bereits im November aufgestellt worden ist, soll im Mai offiziell eingeweiht werden.

Irrhausen. Fünf Brücken, aber kein heiliger Johannes von Nepomuk, den Patron aller Brücken, das war die Situation in Irrhausen bis zum vergangenen Herbst. Doch als Ortsbürgermeister Norbert Groben beim Venn-Treffen dem Künstler Peter Weiland begegnet, der dort mit einer neuen Statue beginnt, kommt die Geschichte ins Rollen. Er habe die Figur, die eigentlich für eine der Wanderbrücken über die Our gedacht war, unbedingt für seinen Ort haben wollen, berichtet Groben.
Für die Finanzierung wurde ein Sponsorenpool geschaffen, um die Kosten von 6000 Euro aufzubringen. "Normalerweise ist Sponsorensuche ein hartes Geschäft", sagt Groben. "Aber diesmal ging das absolut problemlos." Einige Bürger, zwei Firmen und der Künstler selbst haben schließlich die Summe aufgebracht, so dass die Sandsteinstatue im vergangenen November aufgestellt werden konnte. In einer kleinen Feierstunde soll sie nun am Sonntag, 22. Mai, 14.30 Uhr, offiziell eingeweiht werden. "Als Brückenheiliger soll er dann in Irrhausen wirken", sagt Weiland.
Nepomuk steht in Prag


Der heilige Johannes von Nepomuk wurde um 1350 in Böhmen geboren und stieg zum Domherren in Prag auf. Dort wurde er zum Beichtvater der Königin von Böhmen. König Wenzel verlangte jedoch von ihm, das Beichtgeheimnis zu brechen. Als er sich weigerte, wurde er gefoltert und in die Moldau geworfen. Bald nach seinem Tod wurde er als Märtyrer verehrt.
Auf der Prager Karlsbrücke wurde 1693 ein Denkmal aufgestellt; dieses machte ihn zu einem der wichtigsten Brückenheiligen. 1729 wurde er von Papst Benedikt XIII. heiliggesprochen. Er ist überdies der Patron Böhmens und der Stadt Salzburg. Seine Kennzeichen sind das Kruzifix und der Finger auf dem Mund als Zeichen für die Verschwiegenheit. ch