Ein dritter Blitz für Donatus

Denkmal : Ersatz nach Diebstahl: Donatus’ dritter Blitz

Wir schreiben das Jahr 166. Die Markomannen, ein Germanenstamm, fallen ins römische Reich ein. Auch der 17-jährige Donatus wird an die Front geschickt. Umzingelt und dem Verdursten nahe betet er für Regen.

Und tatsächlich wütet bald ein Gewitter. Die Römer bekommen ihr Wasser und das Lager der Markomannen wird von Blitzen zerstört. Nach diesem Wunder konvertiert Donatus zum Christentum.

So lautet die Legende des Heiligen Donatus, der auch Schutzpatron des Bitburger Stadtteils Matzens ist. 1988 haben die Bürger ihn daher mit einer Sandstein-Statue im Oberdorf gewürdigt. In den Händen hält die Figur einen Blitz, sozusagen sein Markenzeichen.

Umso ärgerlicher, dass der Heilige diesen bereits zweimal verlieren musste. 2010 fertigte die Bitburger Metallbaufirma Strupp einen neuen an. Doch der wurde im April „von unbekannten Lümmeln“ gestohlen, wie der noch amtierende Ortsvorsteher Hermann Josef Fuchs es ausdrückt. Seitdem stand der Heilige mit leeren Händen da. Bis jetzt.

Denn vor Kurzem, und damit gerade rechtzeitig zur Donatuskirmes am 7. August, hat die Statue einen neuen Blitz bekommen, ihren bislang dritten, aber auch größten und eindrucksvollsten. Entworfen, gestaltet und montiert hat ihn Kunstschmied Michael Grommes, das Material stellte die Firma Strupp – ehrenamtlich.

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