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Ein eigener Hof für den Preisträger

Ein eigener Hof für den Preisträger

Zur 59. Jahresausstellung der Europäischen Künstlervereinigung EVBK wird erstmals der Innenhof des Regino-Gymnasiums als Ausstellungsraum genutzt. Ab Samstag, 23. Juli, werden dort Skulpturen und Installationen des diesjährigen Kaiser-Lothar-Preisträgers, Werner Bitzigeio, gezeigt.

Prüm. Der Katalog ist im Druck, die Preisträger stehen fest, und auch die 59. Ausstellung der Europäischen Vereinigung Bildender Künstler aus Eifel und Ardennen (EVBK) ist gut durchgeplant. Am Samstag, 23. Juli, wird die Traditionsschau eröffnet. Zuerst mit der Verleihung des Kaiser-Lothar-Preises an den Winterspelter Bildhauer Werner Bitzigeio in der Basilika, anschließend mit dem ersten Zuschauertag in den Ausstellungsräumen im Regino-Gymnasium. Zeit zum Durchatmen für die Präsidentin Marie-Luise Niewodniczanska? "Schön wäre es. Ich habe das Gefühl, dass es in diesem Jahr doppelt so viel zu tun gab wie sonst", sagt sie. Exakt sieben Tage bleiben "Frau Niewo" - wie die umtriebige Kunstkennerin, Politikerin und Architektin in der Eifel gemeinhin genannt wird - ,um letzte Vorbereitungen zu treffen. "Dienstagmorgen geht es mit dem Aufbau los. Dann gibt es kein Zurück mehr." Kopfzerbrechen habe ausgerechnet der "großartige diesjährige Kaiser-Lothar-Preisträger Werner Bitzigeio" bereitet. 15 Leute ohne Ausnahmen

Um seine großformatigen Skulpturen und Installationen möglichst gut in Szene zu setzen, sei man auf die Idee gekommen, ihm den ganzen Innenhof des barocken Abteigebäudes zu widmen. "Gar nicht so einfach, wir mussten erst mal Überzeugungsarbeit leisten und allen Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen gerecht werden", sagt Frau Niewo. Nach Überspringen vieler "bürokratischer Hürden, mit Ausdauer, List und etwas Tücke" habe man es aber geschafft. Der Innenhof wird wie geplant zum großen Schauplatz für Bitzigeios Arbeiten. "Aber nur unter einer Bedingung: Wir müssen die Zahl der Besucher, die in den Hof hinein dürfen, strengstens auf fünfzehn begrenzen - ohne Ausnahmen", sagt sie. Ansonsten seien die Auflagen ohne bauliche Veränderungen nicht erfüllbar gewesen. Das bringe nun zwar etwas Verzögerung beim Einlass, besonders am Eröffnungswochenende, aber einen Vorteil habe das Warten mit Sicherheit: "Mit so wenig Leuten um sich herum lässt sich die Kunst gleich besser genießen." Und Verknappung steigert ja auch das Interesse. Ganz Ungeduldige, die es nicht abwarten können, einen Blick auf eines der Preiswerke zu werfen, kommen aber im Fürstensaal wie gewohnt auf ihre Kosten. "Dort werden drei schmale Werke Bitzigeios gezeigt und natürlich Arbeiten der Förderpreisträger." Der Maler Martin Panhaus aus dem nordrhein-westfälischen Erkelenz und die Nachwuchsbildhauerin Esther Wiswe aus Nasingen konnten die Jury überzeugen. "Worüber ich mich sehr freue, beide haben eine Förderung wirklich sehr verdient. Ich selber habe die Daumen gedrückt, selber habe ich ja keine Jurystimme, um die Vergabe auch wirklich deutlich neutral zu halten", sagt Marie-Luise Niewodniczanska.evbk.orgExtra

Die 59. Jahresschau der EVBK eröffnet mit der Verleihung des Kaiser-Lothar-Preises sowie der Förderpreise am Samstag, 23. Juli, um 15 Uhr in der Prümer Basilika. Anschließend kann die Ausstellung in den Räumen und im Innenhof des Regino-Gymnasiums besucht werden. Die Ausstellung ist bis Sonntag, 21. August, täglich zu sehen. Öffnungszeiten: 13.30 Uhr bis 18 Uhr. Die Schau wird erstmals mit einer Finnissage beschlossen. Diese beginnt am Sonntag, 21. August, um 16 Uhr (ab 15 Uhr Vortrag von Bernd Bleffert). aff