Ein Einsatz pro Woche

Gleich zweimal hat die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Neuerburg im vergangenen Jahr Waldbrände löschen müssen. Besonders schwierig: Das Wasser musste kilometerweit transportiert werden.

Neuerburg. "2011 war für uns ein relativ ruhiges Jahr", sagt Christian Hammes, Pressesprecher der Feuerwehr in der Verbandsgemeinde (VG) Neuerburg. Zu 48 Einsätzen mussten die Brandschützer unter Wehrleiter Alfred Thomé ausrücken. Im Vorjahr 2010 waren es 74 Einsätze. Trotz der gesunkenen Anzahl an Bränden (2011: 26) und Hilfsleistungen (22) waren die Wehrleute dennoch gefordert. Zwei größere Waldbrände und einen schwer berechenbaren Gebäudebrand im April 2011 mitten in Neuerburg galt es unter anderem zu bekämpfen: "Das waren von den 26 Löscheinsätzen die gefährlichsten", sagt Hammes. Für die Wehrleute war es schwierig, an das brennende Haus in der Altstadt von Neuerburg heranzukommen. Bis zum Schluss habe die Gefahr bestanden, dass das Feuer auf die Nebengebäude überspringt.
"Auch die Waldbrände bei Gemünd im März und bei Bauler im August waren eine große Herausforderung für Mann und Gerät", sagt Christian Hammes. "Das Löschwasser musste in beiden Fällen kilometerweit zum Brandort transportiert werden."
Der Brand bei Bauler muss den Wehrleuten wie ein Déjà-vu-Erlebnis vorgekommen sein. Erst Ende Juli hatten die Freiwilligen Feuerwehren der Verbandsgemeinde Neuerburg eine großangelegte Übung auf dem Hunnenkopf mit Erfolg abgeschlossen - nur wenige Kilometer von Bauler entfernt (der TV berichtete). "Gut, dass wir das vorher gemacht haben", sagt Hammes. "Der Einsatz verlief reibungslos." In diesem Jahr werden für die 41 Wehren und ihre 660 Mitglieder in der VG Neuerburg für knapp 200 000 Euro neue Ausrüstungsgegenstände angeschafft: Für die Ersatzbeschaffung eines Löschgruppenfahrzeugs und eines Staffellöschfahrzeugs sind 180 000 Euro veranschlagt. Eine neue Tragkraftspritze für 10 000 Euro und die Anschaffung von Pressluftatemschutzgeräten im Preis von 4000 Euro sind ebenfalls im Etat der Verbandsgemeinde vorgesehen. now