Ein Freudenlied für Kerschenbach
Kerschenbach · Ausnahmekonzert im Eifeldörfchen: Zum Luziafest in Kerschenbachs Kapelle gastiert dort die amerikanische Sopranistin Jessica Burri. Bei ihrem Auftritt singt sie auch das Kerschenbacher Luzia-Lied.
Kerschenbach. Ein solches Konzert hat es in Kerschenbach noch nicht gegeben: Die amerikanische Sopranistin Jessica Burri, die bereits vor Schwedens Königspaar auftrat, gibt in der Luziakapelle einen weihnachtlichen Liederabend - bei freiem Eintritt. Termin: Freitag, 13. Dezember, zum Fest der heiligen Luzia, nach der Messe, die um 19 Uhr beginnt.
Damit ist der Gemeinde wieder so ein schöner, kleiner Coup gelungen - wie vor ein paar Jahren, als mitten im Dorf zwei neue Glocken für die Kapelle gegossen wurden (der TV berichtete).
Ortsbürgermeister Walter Schneider freut sich deshalb wie Bolle über das Gastspiel der Amerikanerin. Es kam mit Hilfe des kürzlich ins Dorf gezogenen Bildjournalisten Oskar Neubauer zustande, der die Sängerin bei früheren Auftritten fotografiert hat.
Schneider hat aber noch einen Grund zur Freude, denn Jessica Burri bringt ein besonderes Geschenk mit: "Wir haben ein eigenes Luzialied in Kerschenbach. Das hat sie auf meine Bitte hin in ihr Programm aufgenommen."
Das Lied hat übrigens der frühere Stadtkyller Lehrer und Ortshistoriker Heinrich Delvos geschrieben, im Jahr 1946. Schneider selbst ist noch bei Delvos in den Unterricht gegangen - "aber der hat das nicht für mich geschrieben", sagt er und lacht. Beim Konzert sollen übrigens die Besucher mitsingen, wenn ihr Lied erklingt. Außerdem singt Jessica Burri Advents- und Weihnachtslieder aus dem 17. Jahrhundert. Sie begleitet sich dabei auf dem Dulcimer, einem traditionellen, aus England stammenden Saiteninstrument, das einer Zither ähnelt. Die Sopranistin studierte unter anderem an der Musikhochschule Köln, sie gastiert europaweit mit Opern- und Liederabenden. fpl