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Ein Geschäftszentrum für Mettendorf

Ein Geschäftszentrum für Mettendorf

Der Raiffeisen-Markt in Mettendorf soll erweitert werden. Der Gemeinderat hat der Änderung des Bebauungsplans zugestimmt. Ist alles in trockenen Tüchern, könnte unweit der Enz ein kleines Geschäftszentrum entstehen.

Mettendorf. Einstimmig hat der Gemeinderat in Mettendorf beschlossen, den Bebauungsplan für das Teilgebiet "Raiffeisen-Markt" zu ändern. Dieser Beschluss war nötig geworden, weil die Handelsgesellschaft Raiffeisen Rhein-Ahr-Eifel in Mettendorf ihr Geschäftsfeld erweitern möchte.
700 Quadratmeter mehr


Raiffeisen-Geschäftsführer Alois Splonskowski spricht nicht nur von einer Erweiterung, sondern gleich von einem kleinen Zentrum, das in der Enztalstraße entstehen soll. Nach TV-Information könnten sich dort ebenfalls eine Bank und ein Café ansiedeln.
Gesichert ist, dass der bisherige Raiffeisen-Markt erweitert werden soll. Nach den Plänen in der Euskirchener Zentrale soll vor allem das Sortiment für Heimwerker interessanter werden. Die Manager sehen gerade dort einiges an Absatzpotenzial. Vor allem vor dem Hintergrund, dass der einzige Baumarkt in Neuerburg vor einigen Jahren geschlossen wurde. In dieses Gebäude ist mittlerweile eine Filiale des Lebensmittelhandels eingezogen.

"Für ein paar Schräubchen müssen Sie schon fast nach Bitburg fahren", erklärt Mettendorfs Ortsbürgermeister Paul Lentes junior die Situation im Süden des Eifelkreises. Setzt die Raiffeisen Rhein-Ahr-Eifel ihre Ideen in die Tat um, sind diese Zeiten demnächst vorbei.
Laut Planung soll der jetzige Standort um rund 700 Quadratmeter erweitert werden. Um den Gemeinderat vom nötigen Ausbau zu überzeugen, war Geschäftsführer Splonskowski eigens nach Mettendorf gekommen, um die Pläne vorzustellen.
Den Rat hat der Manager aus dem nordrhein-westfälischen Euskirchen überzeugt. Dies erklärt der Ortsbürgermeister gegenüber dem TV. Ein sechsstelliger Betrag könnte in den Ausbau investiert werden.
In Mettendorf hört man solche Pläne gerne. Nachdem der Lebensmittelhandel vor Jahren aus dem Ort auf die grüne Wiese gezogen ist, sind Investitionen innerorts gerne gesehen. Laut Splonskowski ist die Belebung des Ortskerns für sein Unternehmen ein wichtiges Kriterium.
"Für uns als Unternehmen ist das schon eine größere Investition", sagt Splonskowski unserer Zeitung.
Allerdings wird es noch ein wenig dauern, bis das Geld investiert werden kann. Erst müssen noch einige Zustimmungen vorliegen - etwa von der Struktur- und Genehmigungsdirektion. Vorher kann nicht umgebaut werden.
In Mettendorf ist man derweil guter Dinge, dass dies reine Formsache ist und der Ausbau dann zügig starten kann.
Extra

Einzelhandel in Mettendorf: 2012 wagte der Lebensmittelhändler Edeka einen entscheidenden Schritt. Das Unternehmen zog sich aus dem Ortskern zurück und bezog im zwei Kilometer entfernten Industriegebiet ein neues Gebäude. Im Ort sorgte dieser Umzug für Querelen. Vor allem der Vermieter des innerörtlichen Gebäudes sah sich durch die Politik ungerecht behandelt. Aber auch in Neuerburg gab es Probleme. Der einzige Baumarkt in der Verbandsgemeinde (VG) Südeifel musste 2012 einem Lebensmittelgeschäft weichen, seither gibt es für Heimwerker keine Alternative mehr zu den Baumärkten in der Kreisstadt. Die Raiffeisen Rhein-Ahr-Eifel will diese vorhandene Nachfrage durch die Erweiterung des Marktes in Mettendorf nun befriedigen. jör