Ein Gewinn für die Eifel

Zur künftigen Nutzung der Bahntrasse zwischen Gerolstein und Prüm meint dieser Leser:

Wenn es nach dem Willen der Verbandsgemeinde Prüm und der Stadt Gerolstein geht, könnten wohl bald Radfahrer die ehemalige Bahntrasse Gerolstein-Prüm befahren. Ein Gewinn für die einheimische Bevölkerung und eine weitere touristische Attraktion in der Eifel. Es wäre doch schön für die Prümer und die Gerolsteiner oder deren Gäste, nach Feierabend mit dem Rad zum Beispiel eine Eisdiele im jeweiligen Nachbarstädtchen zu besuchen. Diese Möglichkeit wurde leider zwischen Gerolstein und Daun verpasst.

Das Konzept, ehemalige Bahnstrecken als Radwege zu nutzen, hat sich bereits mehrfach bewährt und gehört zu den touristischen Attraktionen der Region. Welcher Radfahrer möchte auf den "Maare-Mosel-Radweg" zwischen Daun und Bernkastel-Kues verzichten, der die Eifel mit der Moselregion verbindet? Erst in den letzten Jahren wurden einige ehemalige Bahntrassen in der Westeifel zu Radwegen umgebaut. Diese Radwege verbinden Orte, die sonst mit dem Rad nur sehr schwer zu erreichen wären. Sie haben das Radfahren für Familien mit Kindern in der Eifel erst ermöglicht. Wenn also die in Gerolstein ansässige Vulkan-Eifel-Bahn Betriebsgesellschaft mbH die Strecke Gerolstein-Prüm reaktivieren möchte, dann doch bitte auf eigene Kosten und ohne staatliche Förderung in Millionenhöhe. Sie sollte die Trasse von den Eigentümern kaufen und betriebsbereit herstellen. Ansonsten soll sie die VG Prüm und die Stadt Gerolstein ihre Pläne verwirklichen lassen. Die Bahn steht hier auch in der Pflicht und muss bald die vertraglich vereinbarte Entwidmung veranlassen. Dann wird wohl in absehbarer Zeit das mit dem Eis nach Feierabend in Prüm oder Gerolstein klappen.

Peter Fiedler, Daun-Waldkönigen

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