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Ein halbes Leben Posaunist

Ein halbes Leben Posaunist

Im Alter von elf Jahren fast ein halbes Leben Posaune zu spielen, ist äußerst ungewöhnlich. Auf Roman Meyers aus Prüm trifft genau das zu. Vor kurzem hat er am Talentwettbewerb "Jugend musiziert" teilgenommen und den ersten Platz belegt.

Prüm. (me) "Posaune spiele ich seit fünf Jahren. Damals habe ich meinen Papa gefragt, welches Register im Orchester noch fehlt. Das waren Trompete und Posaune, für die zweite habe ich mich dann entschieden." Der elfjährige Roman Meyers besucht die fünfte Klasse des Vinzenz-von-Paul-Gymnasiums Niederprüm und musiziert begeistert - seit kurzem auch im Musikverein Büdesheim, den sein Vater dirigiert. Nun kann er, wie erträumt, das Register verstärken.

Beim Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" in Trier hat Roman sein Können unter Beweis gestellt. Mit 23 Punkten, also einem erster Platz, hat er sich für die Teilnahme am Landesentscheid in Mainz qualifiziert. "Ich bin schon aufgeregt", gibt er zu. Doch das ist nicht weiter schlimm, denn der Spaß steht im Vordergrund. "Dass ich mit der Posaune sehr hoch, aber auch sehr tief spielen kann, finde ich super, und mir gefällt der Klang an sich gut. Sie ist ein eher ungewöhnliches Instrument, das mag ich." Den Klang und den Spaß am Spiel genießt Roman oft sogar zwei Mal am Tag - er übt dann jeweils eine halbe Stunde, statt einer am Stück und lässt den Tag so im Wortsinne ausklingen.

Zu außergewöhnlichen Anlässen spielt Roman auch gerne Außergewöhnliches. Auf seinem Jugend-Musiziert-Programm stehen sowohl der klassische Leopold Mozart als auch der moderne und fetzige Komponist Stanley Gordon.

Neben der Musik ist Sport Romans großes Hobby. Er spielt in der Prümer Handballmannschaft und will vielleicht mal Handballer werden, aber noch hält er sich alle Optionen offen. Zurzeit steht schließlich noch die Schule an. Da gefallen ihm Kunst und Sport gut, aber vor allem die Musik.